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Hat „Jingle Bells“ rassistische Wurzeln? US-Schule streicht Klassiker aus Weihnachtsprogramm

CC0 / lovini/Pixabay / Weihnachtsglocken (Symbolbild)
Weihnachtsglocken (Symbolbild) - SNA, 1920, 03.01.2022
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Eine Schule im US-Bundesstaat New York hat unter Einwohnern für Empörung gesorgt, indem sie das Weihnachtslied „Jingle Bells” wegen seiner Verbindungen zu Blackface-Minstrel-Shows aus dem 19. Jahrhundert aus dem Lehrplan gestrichen hat. Darüber berichtete die Zeitung „New York Post” am Montag.
Die Brighton Council Rock Primary School hat das Lied „Jingle Bells” aus dem Repertoire gestrichen, weil es laut einem Artikel der Professorin Kyna Hamill von der Boston University erstmals im Jahr 1857 bei Minstrel-Shows aufgeführt worden sein soll, in denen weiße Darsteller Schwarze gespielt hatten.
„Jingle Bells“ wurde laut dem Direktor Matt Tappon durch andere Songs ersetzt, die „nicht das Potential haben, kontrovers oder beleidigend zu sein“.
Als Hamill jedoch erfuhr, dass „Jingle Bells“ teilweise aufgrund ihrer Recherchen entfernt worden war, antwortete sie in einer E-Mail:
„Ich bin eigentlich ziemlich schockiert, dass die Schule den Song aus dem Repertoire streichen ließ… Ich habe in keiner Weise empfohlen, dass er nicht mehr von Kindern gesungen wird.“
Zu ihrem Forschungsvorhaben bemerkte sie weiter:
„In meinem Artikel versuchte ich, die Geschichte der ersten Aufführung des Liedes zu erzählen, ich verbinde dies nicht mir der beliebten Weihnachtstradition, das Lied jetzt zu singen.“
Der Schuldirektor Kevin McGowan verteidigte dagegen seine Entscheidung:
„Dies war nicht ein ,Amok gelaufener Liberalismus‘ oder eine ,Streichung der Kultur vom Feinsten‘, wie einige vorgeschlagen haben.“
Dem Direktor zufolge handelt es sich nicht um eine politische Situation, sondern um eine einfache und durchdachte Lehrplan-Änderung. Für ihn spiele es eine Rolle, was man als Material in der Schule verwende, und „Jingle Bells“ sei zum ersten Mal in den Minstrel-Shows aufgeführt worden, wo weiße Schauspieler mit schwarzen Gesichtern aufgetreten seien.
„Ich bin froh, dass unsere Mitarbeiter innegehalten haben, als sie darüber erfahren hatten, dass sie reflektiert und beschlossen haben, andere Materialien zu verwenden, um dasselbe Ziel im Unterricht zu erreichen“, so McGowan.
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Blackface ist eine Theater- und Unterhaltungsmaskerade, die in den Minstrel-Shows des 18. und 19. Jahrhunderts in den Vereinigten Staaten populär wurde. Dabei malten sich weiße Darsteller das Gesicht dunkel und spielten einen Schwarzen. Diese Darstellung wird als Blackfacing (Gesichtsschwärzung) bezeichnet. Die Praxis wird heute häufig als rassistisch eingestuft.
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