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Zweijähriger Todestag von Soleimani: Irakische Demonstranten verbrennen US- und israelische Flaggen

© AFP 2021 / SABAH ARARMassenprotest in Bagdad anlässlich des Todestages von Irans General Qassem Soleimani (01.01.2022)
Massenprotest in Bagdad anlässlich des Todestages von Irans General Qassem Soleimani (01.01.2022) - SNA, 1920, 02.01.2022
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Zwei Jahre nach dem tödlichen US-Drohnenangriff auf den iranischen General Qassem Soleimani haben in Iraks Hauptstadt Bagdad tausende Bürger gegen die USA und Israel demonstriert.
Laut Medienberichten haben sie am Samstag antiamerikanische Parolen gerufen, US- und israelische Flaggen zertrampelt und verbrannt. Vor allem forderten sie aber ein Ende der US-Militärpräsenz im Land.
„Wir werden euch nach dem heutigen Tag nicht im Land der Märtyrer bleiben lassen“, stand auf einigen Plakate, auf denen Porträts des Generals Soleimani und seines getöteten Gefolgsmanns Abu Mahdi al-Muhandis zu sehen waren.
Der Massenprotest soll von den mächtigen schiitischen politischen Fraktionen des Iraks organisiert worden sein, die 2014 die PMF – eine 124.000 große Kampftruppe zur Bekämpfung von Daesh* (IS) – gründeten. Während des Krieges gegen die Terroristen erhielt die PMF Schulung und organisatorische Unterstützung von Soleimani und der iranischen Revolutionsgarde. Jetzt fordert die PMF den Abzug der US-Streitkräfte aus dem Land.
Einige irakische schiitische Parteien gaben den Vereinigten Staaten bis zum 31. Dezember 2021 Zeit, ihre verbleibenden Truppen abzuziehen. Sollten sie weiter bleiben, würden sie als Besatzer betrachtet und ihnen würde militärischer Widerstand geleistet werden, hieß es.
Die Vereinigten Staaten „beendeten“ ihren Kampfeinsatz im Irak offiziell Anfang Dezember. Weitere rund 2.500 Soldaten sollen für Ausbildung, Unterstützung und andere zivile Rollen im Land geblieben sein. Die PMF-Miliz al-Nujaba warnte allerdings im vergangenen Jahr, dass sie keine „umbenannte“ Rolle der USA akzeptieren würde, und forderte, dass alle US-Mitarbeiter, einschließlich ihrer Air Force, das Land verlassen müssten.
Ajatollah Ali Chamenei - SNA, 1920, 02.01.2022
Oberster Führer des Irans erklärt, wie Soleimanis Ermordung dem Iran zugutekam

Tödlicher US-Angriff auf Soleimani

Die USA hatten am 3. Januar 2020 mit General Soleimani eine der wichtigsten Figuren des iranischen Regimes getötet. Milizenführer Abu Mahdi Al-Muhandi kam ebenfalls bei dem Angriff ums Leben.
Das irakische Parlament beschloss eine nicht bindende Resolution, die den Abzug der US-Truppen verlangte. Vom Iran unterstützte Gruppen griffen verstärkt US-Soldaten im Irak an. Darüber hinaus startete die iranische Revolutionsgarde im Januar 2020 einen ballistischen Raketenangriff auf den Luftwaffenstützpunkt Ain al-Assad sowie auf Ziele in der irakischen Region Erbil, wo US-Truppen stationiert waren. Die internationale Fahndung nach Donald Trump wurde bei Interpol beantragt. Wegen des Todes des Generals erließ ein irakisches Untersuchungsgericht einen Haftbefehl gegen den US-Präsidenten.
*Terrororganisation, in Russland und Deutschland verboten
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