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Schwere Covid-19-Verläufe: Neue Pille soll bald in Deutschland zum Einsatz kommen

© REUTERS / PFIZERCovid-Pille Paxlovid
Covid-Pille Paxlovid - SNA, 1920, 02.01.2022
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Der Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) hat sich gegenüber der „Welt am Sonntag“ optimistisch gezeigt, dass mit dem Medikament Paxlovid noch bis Ende Januar ein neues Mittel zur Behandlung der schweren Verläufe von Covid-19 in Deutschland eingesetzt werden kann.
„Ich bin zuversichtlich, dass wir bis Ende dieses Monats das dafür notwendige Paket geschnürt haben, dass wir also Lieferungen des Medikaments erhalten und eine Notfallzulassung erreicht haben“, sagte Lauterbach.
Ihm zufolge bereitet das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) nun eine solche nationale Zulassung des Arzneimittels des US-Pharmakonzerns Pfizer vor. Deutschland solle so bereits vor der noch ausstehenden Zulassung durch die Europäische Arzneimittelagentur EMA in der Lage sein, Paxlovid einzusetzen.
Zudem gab der Minister an, dass seine Behörde bei Pfizer bereits eine Million Einheiten des Mittels vertraglich gesichert und die Lieferung einer weiteren Million Einheiten optioniert habe. Damit sei der absehbare Bedarf ausreichend abgedeckt: „Das Mittel eignet sich insbesondere für die Behandlung ungeimpfter Risikopatienten.“
Die US-Arzneimittelbehörde FDA habe kurz vor Weihnachten eine Notfallzulassung für Paxlovid ausgesprochen, hieß es bei der Deutschen Presse-Agentur (DPA). Patienten nehmen nach Angaben des Herstellers über fünf Tage zwei Mal täglich jeweils drei Tabletten ein. Paxlovid bestehe unter anderem aus dem Wirkstoff Nirmatrelvir, der ein Sars-CoV-2-Protein hemmt. Damit solle die Vermehrung des Virus gestoppt werden. Nach Angaben von Pfizer von Anfang November verhindern die Corona-Pillen sehr erfolgreich schwere Krankheitsverläufe bei Hochrisikopatienten.
Zu den möglichen Nebenwirkungen würden eine Beeinträchtigung des Geschmackssinns, Durchfall, Bluthochdruck und Muskelschmerzen gehören. Die EU-Arzneimittelbehörde habe außerdem mitgeteilt, dass Paxlovid nicht von Patienten mit schweren Nieren- oder Leberfunktionsstörungen eingenommen werden dürfe und wegen Wechselwirkungen auch nicht in Kombination mit bestimmten anderen Arzneimitteln. Nicht empfohlen werde das Medikament für Schwangere.
Deutschlands neuer Gesundheitsminister Karl Lauterbach - SNA, 1920, 01.01.2022
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