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Russische Katholiken treten gegen Gesetz über Sterbehilfe in Österreich auf

© CC0 / pixabay/LolameSterbehilfe (Symbolfoto)
Sterbehilfe (Symbolfoto) - SNA, 1920, 01.01.2022
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Die Anerkennung des Rechts auf indirekte Sterbehilfe in Österreich wird dazu führen, dass Menschen ihr Leben beenden, und eine entsprechende Zustimmung könnte auf dem Schwarzmarkt zur Ware werden, wie die Coronavirus-Impfungsbescheinigungen. Das sagte der Generalvikar des römisch-katholischen Erzbistums von Moskau, Kirill Gorbunow, gegenüber SNA.
Am 1. Januar tritt in Österreich ein Gesetz in Kraft, das es unheilbar erkrankten und lang leidenden Schwerkranken ermöglicht, von ihrem Recht auf indirekte Sterbehilfe Gebrauch zu machen.
Laut Gorbunow steht die katholische Kirche der Sterbehilfe aus einer Reihe von theologischen und praktischen Gründen eindeutig ablehnend gegenüber. Der Hauptgrund sei dabei, dass ein Mensch nicht selbst sein Leben sich schenke und deswegen kein Recht habe, das eigene oder das Leben von anderen zu nehmen.
Menschen, die sich entscheiden würden, freiwillig ihr Leben zu beenden, bräuchten vor allem ein Mitgefühl und eine besondere Fürsorge sowie Unterstützung angesichts ihres Leidens, die sie nicht erhalten hätten, fügte er hinzu.
„Dies führt unvermeidlich zu Situationen, in denen Menschen dazu neigen würden, ihr Leben zu beenden, weil sie ihren Angehörigen Unannehmlichkeiten bereiten, sich einsam und verlassen fühlen“, so der Generalvikar.
„Wie Menschen sich jetzt Impfbescheinigungen kaufen, werden sie auf dieselbe illegale Weise eine Zustimmung zur Tötung ihres Verwandten erhalten.“
Die Förderung der Sterbehilfe verändert laut ihm die Einstellung zum Gesundheitssystem, dessen grundlegendes Ziel die Verbesserung des menschlichen Lebens ist. „Es bekommt einen separaten Bereich im Zusammenhang mit der Beendigung des menschlichen Lebens“, fügte er hinzu. „Dies stellt viele Mitarbeiter aus dem Gesundheitssystem vor ein moralisches Problem, an dem sie sich beteiligen können: Es ist nicht klar, wie sie ihre Arbeit fortsetzen werden.“
Komplexe ethische Probleme, die mit der Sterbehilfe verbunden seien, würden eine Revolution im Leben der Gesellschaft bedeuten, so Gorbunow. „Österreichische Bischöfe äußerten ihr Bedauern im Zusammenhang mit der Verabschiedung dieses Gesetzes und auch gleichzeitig die Hoffnung, dass dieses Gesetz einfach nicht angewendet wird, dass es in der österreichischen Gesellschaft möglich sein wird, so ein Klima und eine Haltung gegenüber kranken Menschen zu schaffen, dass sie einfach keinen Grund haben werden, sich an dieses Gesetz zu wenden.“
Der Generalvikar zitierte dabei den Erzbischof und Kardinal in Wien, Christoph Schönborn:
„Der Mensch soll an der Hand, aber nicht durch die Hand eines Menschen sterben.“
Rollstuhl (Symbolbild) - SNA, 1920, 17.12.2021
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