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„Wir entstammen einer einzigen Wurzel“: Bätzing ruft Christen zu Widerstand gegen Antisemitismus auf

© AFP 2021 / GORDON WELTERSGeorg Bätzing, Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz (DBK), während eines ökumenischen Gottesdienstes für Deutschlands Opfer der Corona-Pandemie. in der Berliner Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche, 18. April 2021
Georg Bätzing, Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz (DBK), während eines ökumenischen Gottesdienstes für Deutschlands Opfer der Corona-Pandemie. in der Berliner Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche,  18. April 2021 - SNA, 1920, 01.01.2022
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Georg Bätzing, der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, hat in seiner Neujahrspredigt dazu aufgerufen, dem Antisemitismus entschlossen entgegenzutreten.
Dies gelte insbesondere für Christen. „Es ist wichtig, immer wieder daran zu denken, wie sehr Juden und Christen verwandt sind“, sagte der katholische Bischof am Samstag in Limburg. „Wir entstammen einer einzigen Wurzel.“ Damit bezog er sich darauf, dass das Christentum aus dem Judentum hervorgegangen ist.
„Darum müssen gerade wir aufstehen und unsere Stimme erheben, wenn wieder frech und unverhohlen antisemitische Parolen gegrölt und Straftaten verübt werden.“
Antisemitische, christen- und islamfeindliche Delikte in Deutschland 2020

Im Jahr 2020 wurden in Deutschland 2351 antisemitische Straftaten verzeichnet, geht aus den Angaben des Bundeskriminalamtes hervor. Islamfeindlich waren 1026 und christenfeindlich 141 Delikte. Gegen sonstige Religionen waren 37 Straftaten gerichtet. Insgesamt wurden im Berichtsjahr 10.240 Hasskriminalitätsdelikte erfasst. Als Unterangriffsziel bei den Straftaten gegen Religionsgemeinschaften wurden am häufigsten Moscheen (103 Delikte) und Kirchen (100 Fälle) gewählt. Gegen Synagogen waren 24 Straftaten gerichtet. In neun Fällen handelte es sich um sonstige Religionsstätten.

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Was das neue Jahr bringe, könne man heute noch nicht absehen, sagte Bätzing. „So sehr wir uns auch anstrengen, wir können noch nicht viel an Konturen erkennen. Die neue Regierung in unserem Land, was wird sie anpacken, verändern? Wozu wird sie uns Christen herausfordern? Ausstieg Deutschlands aus der Kernenergie bis Ende des Jahres. Fußballweltmeisterschaft in Katar, ein zweifelhaftes Ereignis. Und wohin werden schlimme Nachrichten unsere Blicke wenden?“ Das sei eben das Typische am Januar: „Türen wurden geschlossen, Tore öffnen sich.“
Der Antisemitismusbeauftragte von Baden-Württemberg, Michael Blume - SNA, 1920, 30.12.2021
Auf „schwarzer Liste“ gelandet: Antisemitismus-Beauftragter in Stuttgart soll judenfeindlich sein
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