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Südkorea: Verurteilte Ex-Präsidentin kommt nach fünf statt 24 Jahren Haft frei

Park Geun-hye - SNA, 1920, 31.12.2021
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Die ehemalige südkoreanische Präsidentin Park Geun-hye ist am Freitag nach fast fünf Jahren aus dem Gefängnis entlassen worden, meldete Reuters. 2018 wurde sie wegen Korruption zu 24 Jahren Haft verurteilt.
Vorherige Woche begnadigte Südkoreas Präsident Moon Jae-in seine Amtsvorgängerin wegen der Verschlechterung ihrer Gesundheit. Er äußerte die Absicht „die unglückliche Vergangenheit zu überwinden und die nationale Einheit zu fördern“.
Der Ex-Präsidentin wurde die Nachricht in einem Krankenhaus überbracht, in welchem sie sich seit einem Monat befand. Die Nachrichtenagentur Yonhap berichtete, dass Park Geun-hye am Freitag im Krankenhaus blieb.
Hunderte Unterstützer versammelten sich laut Yonhap am Donnerstag vor dem Krankenhaus, um die Freilassung der Ex-Präsidentin zu feiern. Knapp 200 Personen protestierten in der Seouler Innenstadt gegen die Entscheidung.
Ihr Anwalt teilte mit, dass sie sich für die Besorgnis der Öffentlichkeit entschuldigte und Moon für die „schwierige Entscheidung“ dankte.
Am Donnerstag wurden auch ihre Memoiren veröffentlicht, in denen Park von einer politisch motivierten Verurteilung sprach.
Es liegen bislang keine Informationen zu ihren weiteren Plänen und dazu, ob sie wieder politische Aktivitäten aufnehmen wird, vor.
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Die Freilassung wurde inmitten des Wahlkampfes für die Präsidentschaft angeordnet. Derzeitig sind die zwei bedeutendsten politischen Parteien im Land die konservative People Power Party, der auch Park angehört hatte und Moons Demokratischen Partei.
Die Wahl wird 2022 stattfinden. Aufgrund der Beschränkung der Präsidentschaft auf eine fünfjährige Amtszeit tritt Amtsinhaber Moon Jae-in nicht an.
Im April 2018 hatte ein südkoreanisches Gericht die ehemalige Präsidentin Park Geun-hye wegen eines Skandals, der Korruption unter Politikern und den Konglomeraten des Landes aufdeckte, zu 24 Jahren Haft verurteilt. Die Tochter eines ehemaligen Militärdiktators wurde außerdem zu einer Geldstrafe von 18 Milliarden südkoreanischen Won (16,9 Millionen US-Dollar) verurteilt. Sie wurde wegen Bestechung, Machtmissbrauchs und Nötigung für schuldig befunden.
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