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Nach tagelanger Wartezeit: Rettungsschiff „Sea-Watch 3“ darf Sizilien ansteuern

© AFP 2021 / FEDERICO SCOPPAEin in eine Decke gehüllter Migrant wartet am 31. Januar 2019 auf dem Deck des NGO-Schiffs Sea Watch 3 im Südosten Siziliens, während das Schiff in Richtung Catania segelt.
Ein in eine Decke gehüllter Migrant wartet am 31. Januar 2019 auf dem Deck des NGO-Schiffs Sea Watch 3  im Südosten Siziliens, während das Schiff in Richtung Catania segelt. - SNA, 1920, 31.12.2021
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Das deutsche Rettungsschiff „Sea-Watch 3“ darf mit 440 aus dem Mittelmeer geretteten Migranten an Bord in Italien anlegen.
Dem Schiff mit 440 Migranten an Bord wurde am Silvestertag die Stadt Pozzallo im Süden der italienischen Mittelmeerinsel als sicherer Hafen zugewiesen. Das bestätigte die Einsatzleiterin an Bord, Mattea Weihe, der Deutschen Presse-Agentur (DPA) am Freitag. Das Schiff der in Berlin ansässigen Organisation nahm am Vormittag bereits Kurs in Richtung Pozzallo.
Die „Sea-Watch 3“ hatte in den vergangenen Tagen in mehreren Aktionen Hunderte Menschen gerettet. Einige Migranten wurden von den Behörden aufgrund ihres gesundheitlichen Zustands bereits von Bord geholt.
Wegen schlechten Wetters kreuzte das Schiff zuletzt schon vor der sizilianischen Küste. Erst am Donnerstag schickte die Besatzung einen weiteren Appell an Italien: An Bord seien mehr als 200 Kinder, davon 167 ohne Eltern oder Begleiter. Sie alle seien in Libyen mit kleinen Booten in See gestochen, viele kämen aus Ländern südlich der Sahara.
Zuvor hatte das Schiff „Geo Barents“ der Organisation Ärzte ohne Grenzen mit fast 558 Bootsmigranten im sizilianischen Hafen von Augusta anlegen dürfen. Die Migranten versuchen meist von Nordafrika über die gefährliche Mittelmeerroute nach Italien zu kommen; sie erhoffen sich in der EU ein besseres Leben.
Ärzte ohne Grenzen zeigt Besatzung der „Geo Barents“, die an einer Such- und Rettungsaktion zur Rettung von Migranten teilnehmen. - SNA, 1920, 24.12.2021
Private Hilfsorganisationen retten erneut mehrere Hundert Migranten im Mittelmeer
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