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Mehr als anderthalb Wochen: Gazprom nimmt Gastransit durch Jamal-Pipeline immer noch nicht auf

© SNA / Alexander Galperin / Zur BilddatenbankGazprom, Logo
Gazprom, Logo - SNA, 1920, 31.12.2021
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Das russische Energieunternehmen Gazprom hat am Freitag erneut die Kapazität der russisch-europäischen Pipeline Jamal-Europa für den Gastransit durch Polen nicht gebucht. Das belegen die Ergebnisse einer zusätzlichen Auktionssitzung auf der GSA-Plattform.
Es hätten 89,1 Millionen Kubikmeter am Einspeisepunkt zum polnischen Abschnitt der Gasleitung zur Verfügung gestanden, welcher einer der Hauptrouten für Lieferungen nach Europa für Gazprom sind, hieß es. So verzichtet das Unternehmen seit mehr als anderthalb Wochen darauf, die Pipeline-Kapazitäten zu buchen.
Bis Mitte Dezember buchte Gazprom täglich den Gastransit durch die Jamal-Europa-Pipeline. Seit dem 17. Dezember hat es jedoch die Nutzung des polnischen Abschnitts stark reduziert und an manchen Tagen die Pipeline-Kapazität nicht bei regulären, sondern bei zusätzlichen Auktionen gebucht. Seit dem 21. Dezember nutzte das Unternehmen diesen überhaupt nicht mehr. Die Gasleitung wird im Rückwärtsmodus betrieben, wobei Gas von Deutschland nach Polen läuft.
Sergej Kuprijanow, der offizielle Vertreter von Gazprom, gab am vergangenen Samstag bekannt, dass das Unternehmen nach wie vor bereit sei, im Rahmen langfristiger Verträge zusätzliche Gasmengen nach Europa zu liefern, was billiger sein würde als es bei einem Spot (an den Gas-Börsen, wo Gas zumeist zu deutlich höheren Preisen verkauft wird – Anm. d. Red.) der Fall sei.
Gazprom würde den polnischen Abschnitt nun nicht mehr benutzen, da eine Reihe von Kunden, vor allem aus Frankreich und Deutschland, bereits ihr gesamtes Jahresvertragsvolumen vollständig ausgewählt hätten und keine Anträge auf eine Gaslieferung stellen würden, erklärte Kuprijanow.
Der Rückgang der Lieferungen durch die Jamal-Europa-Pipeline beeinflusst neben anderen Faktoren die Stimmung am Gasmarkt. Die Preise für Gas-Futures erreichten laut dem niederländischen Gashub TTF am 21. Dezember ein Allzeithoch von 2190.4 US-Dollar pro 1000 Kubikmeter, fielen aber am 30. Dezember unter 1000 US-Dollar.
Die Jamal-Europa-Pipeline ist zusammen mit Nord Stream und dem ukrainischen Gastransportsystem eine der Hauptrouten für die russischen Gaslieferungen nach Europa. Die über 2000 Kilometer lange Gasleitung führt durch das Territorium von vier Ländern – Russland, Belarus, Polen und Deutschland – und kann jährlich bis zu 33 Milliarden Kubikmeter Gas pumpen.
Der langfristige Vertrag zwischen Gazprom und Polen für den Gastransit durch die Jamal-Europa-Leitung endete im vergangenen Jahr, und für das Gasjahr 2020-2021 hatte das Unternehmen die Kapazität der Pipeline über eine Auktion gebucht.
Das Logo des russischen Gasriesen Gazprom  - SNA, 1920, 25.12.2021
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