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Langjähriger US-Demokraten-Chef Harry Reid gestorben

Harry Reid - SNA, 1920, 29.12.2021
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Der langjährige demokratische US-Senator Harry Reid ist am Dienstag im Alter von 82 Jahren an Bauchspeicheldrüsenkrebs gestorben. Das gab US-Medien zufolge seine Ehefrau bekannt.
Als Fraktionschef der Demokraten von 2004 bis 2017 war Reid jahrelang der mächtigste Mann im US-Senat und ein wichtiger Stratege, bis seine Partei bei den Kongresswahlen im November 2014 ihre Mehrheit verlor. Bis 2017 war Reid noch Minderheitsführer der Demokraten im Senat – dann verabschiedete er sich von der politischen Bühne in Washington.
Reid sammelte als Senator fast drei Jahrzehnte lang Erfahrung im Politikbetrieb. Er war ein demokratisches Urgestein, gab sich oftmals kompromisslos und hatte eine spitze Zunge. Reid galt als treue Stütze des damaligen US-Präsidenten Barack Obama und musste zahlreiche politische Vorhaben Obamas durch den Senat boxen. Der Demokrat war in ärmlichen Verhältnissen in Searchlight im Bundesstaat Nevada aufgewachsen. Erst dieses Jahr wurde der internationale Flughafen der Glitzer-Metropole Las Vegas nach ihm benannt.
„Ohne deine Ermutigung und Unterstützung wäre ich nicht Präsident geworden, und ich hätte das meiste von dem, was ich erreicht habe, nicht ohne dein Können und deine Entschlossenheit geschafft“, schrieb Obama zum Tod seines einstigen Wegbegleiters. Der demokratische Mehrheitsführer im Senat, Chuck Schumer, kündigte am Dienstagabend an, dass die Flaggen am Kapitol auf halbmast gesetzt würden. „Harry Reid war eine der fantastischsten Persönlichkeiten, die ich je kennengelernt habe“, schrieb Schumer auf Twitter.
2014 hatte das russische Außenministerium Reid in die Liste der Beamten und Mitglieder des US-Kongresses aufgenommen, denen als Reaktion auf US-Sanktionsmaßnahmen nach der Wiedervereinigung der Krim mit Russland die Einreise untersagt wurde. Im April 2021 erklärte Reid, Russland sei angeblich an dem Auftauchen eines Ufos über einem Schiff der US-Marine beteiligt gewesen (gemeint war ein Vorfall aus dem Jahr 2019 – Anm. der Red.). Darüber hatte die Zeitung „Daily Star“ berichtet.
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