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Debatte um höhere Lebensmittelpreise: „Ampel darf nicht vorschreiben“ – Söder kritisiert Özdemir

CC0 / igorovsyannykov / Pixabay / Supermarkt (Symbolbild)
Supermarkt (Symbolbild) - SNA, 1920, 29.12.2021
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Landwirtschaftsminister Cem Özdemir (Bündnis 90/Die Grünen) will gegen „Ramschpreise“ bei Lebensmitteln vorgehen, wird dabei aber von CSU-Chef Markus Söder scharf kritisiert. „Die Ampel darf nicht vorschreiben, was die Menschen essen sollen“, erklärte der bayerische Ministerpräsident in einem Interview.
Die Ampel-Koalition sei „nicht dazu da, Menschen vorzuschreiben, was oder wie viel sie essen“ sollen, kritisierte Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) im Gespräch mit der „Bild“-Zeitung am Mittwoch.
Söder lehne höhere Lebensmittelpreise ab, betonte er. Dann kritisierte er direkt den neuen Agrarminister Cem Özdemir (Grüne).
„Der Landwirtschaftsminister setzt auf weniger Tierhaltung unserer Bauern und dafür auf mehr Cannabis-Anbau in Deutschland“, so Söder. „Ist das wirklich die Vision für unsere Landwirtschaft? Besser wäre es für die Landwirte, wenn der Preisdruck durch die Handelskonzerne vermindert, Bürokratie durch den Staat verringert würde.“
Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir betrachtet im Bundestag, den 10- Dezember.  - SNA, 1920, 27.12.2021
Nach Vorstoß für teurere Lebensmittel: Grünen-Agrarminister Özdemir zur Kasse gebeten
Der CSU-Chef warnte gleichzeitig auch vor steigenden Energiepreisen und schlug vor:

„Deshalb sollte die Ampel sich nicht bei Windrädern verkämpfen, sondern rasch Stromleitungen bauen und eine Strategie für Gaskraftwerke entwickeln. Außerdem kann der Bundesfinanzminister durch den Abbau der kalten Progression eine wirksame Inflationsbremse setzen, damit Lohnerhöhungen von Klein- und Mittelverdienern nicht gleich wieder wegbesteuert werden.“

Zuvor hatte Landwirtschaftsminister Özdemir betont, es dürfe „keine Ramschpreise“ für Lebensmittel mehr geben. Diese würden Bauernhöfe in den Ruin treiben und mehr Tierwohl verhindern. Die derzeitige industrielle Landwirtschaft befördere das Artensterben und belaste das Klima. „Das will ich ändern“, sagte der grüne Minister.
Vor allem Billig-Fleisch sei ihm ein Dorn im Auge. „Lebensmittel dürfen kein Luxusgut werden“, meinte Özdemir. „Doch der Preis muss die ökologische Wahrheit stärker ausdrücken.“ Die Preissteigerungen sollen ihm zufolge das Einkommen der Bauern erhöhen sowie Tierwohl, Klima- und Umweltschutz stärken.
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