Registrierung erfolgreich abgeschlossen!
Klicken Sie bitte den Link aus der E-Mail, die an geschickt wurde

Bafin: Deutsche Bank „schlampt“ bei Zinssätzen und muss millionenschwere Geldbuße zahlen

© AP Photo / Natasha LivingstoneDeutsche Bank, Logo
Deutsche Bank, Logo - SNA, 1920, 29.12.2021
Abonnieren
Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) mit Sitz in Bonn und Frankfurt am Main hat gegenüber der Deutschen Bank ein Bußgeld in Höhe von 8,66 Millionen Euro verhängt. Das berichtete das Nachrichtenmagazin „Spiegel“ am Mittwoch. Als Grund werden Unregelmäßigkeiten beim Zinssatz „Euribor“ angegeben.
„Damit ahndet die Bafin Mängel bei internen Kontrollen im Zusammenhang mit der Berechnung wichtiger Referenzzinssätze“, schrieb das Magazin. Deutschlands größtes Geldhaus müsse die Strafe zahlen, weil das Institut als Datenzulieferer für die Berechnung des Euribor „zeitweise nicht über wirksame präventive Systeme, Kontrollen und Strategien“ verfügt habe, wie die Bundesfinanzaufsicht mitgeteilt hat.
Der Zinssatz Euribor („Euro Interbank Offered Rate“) liege zahlreichen Bankgeschäften zugrund. „Von Baukrediten bis zu komplexen Derivategeschäften. Bei der Ermittlung soll die Deutsche Bank geschlampt haben – und wird dafür nun zur Rechenschaft gezogen.“
Frankfurter Bankenviertel - SNA, 1920, 15.12.2021
Frankfurter Bank wird wegen Cum-Ex Vorwürfen durchsucht
Vor einigen Jahren sei aufgeflogen, „dass Mitarbeiter mehrerer Großbanken weltweit bei der Berechnung dieser Referenzzinssätze über Jahre getrickst hatten, um höhere Gewinne einzufahren. Auch die Deutsche Bank musste in diesem Zusammenhang mehrere hohe Strafzahlungen leisten.“
Seit Anfang 2018 verpflichte das geltende Regelwerk sogenannte Kontributoren dazu, dass es nicht zu Manipulationen kommt und die Daten auf einer validen Grundlage gemeldet werden. Ein Kontributor ist laut der Bafin eine natürliche oder juristische Person, die Eingabedaten beiträgt. Die Europäische Union (EU) definiert diese Referenzwerte in Verordnungen und erlassenen Rechtsakten. Beispielsweise gibt es Kontributoren für Referenzzinssätze, darunter der Euribor.

„Dies war nach Einschätzung der Bankenaufseher bei der Deutschen Bank (als Kontributor, Anm. d. Red.) im Prüfungszeitraum 2019 bis Anfang 2020 zeitweise nicht erfüllt.“

Die Deutsche Bank akzeptiere das Bußgeld, erklärte ein Sprecher des Bankhauses. Zugleich habe die Bank „keine Anhaltspunkte dafür, dass der bebußte Sachverhalt zu einer fehlerhaften Meldung an den Administrator des Referenzwertes geführt hat“. Erste Maßnahmen zur Verbesserung der Kontrollen mit der zuständigen Aufsichtsbehörde seien „abgestimmt und bereits umgesetzt“.
Newsticker
0
Neueste obenÄlteste oben
loader
Live
Заголовок открываемого материала
Um an der Diskussion teilzunehmen,
loggen Sie sich ein oder registrieren Sie sich
loader
Chats
Заголовок открываемого материала