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„Persönliche Entscheidung“: Baerbock reist nicht zu Olympischen Spielen nach Peking

© AP Photo / Markus Schreiber/PoolAnnalena Baerbock (Archivbild)
Annalena Baerbock (Archivbild) - SNA, 1920, 29.12.2021
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Bundesaußenministerin Annalena Baerbock hat angekündigt, im Februar nicht zu den Olympischen Winterspielen nach Peking zu reisen. Ihre Entscheidung führte sie aber nicht auf den von vielen Staaten zuvor in Erwägung gezogenen politischen Boykott zurück.
„Ich bin großer Sportfan, aber zu Olympia werde ich in dieser Zeit definitiv nicht fahren – das war für Außenminister auch in der Vergangenheit nicht üblich“, erklärte die Grünen-Politikerin gegenüber der Deutschen Presse-Agentur (DPA).
Das sei aber ihre persönliche Entscheidung. Zur Frage eines diplomatischen Boykotts der Spiele suche man derzeit noch eine gemeinsame Linie mit den EU-Partnern, so Baerbock.

Spiele nicht für „politische Dinge“ nutzen

Mitte Dezember hat Baerbock dazu bereits Stellung genommen, nachdem sich mehrere deutsche Politiker – darunter etwa der außenpolitische Sprecher der Grünen, Omid Nouripour, und der CDU-Politiker Friedrich Merz – dafür ausgesprochen hatten, dass sich Deutschland den anderen Ländern mit einem diplomatischen Boykott der Olympischen Spiele in Peking anschließen sollte.
Die Außenministerin hat sich in Brüssel am G7-Treffen klar dagegen positioniert, die Olympischen Spiele für „politische Dinge oder Zeremonien“ zu nutzen. Diese seien „ein Fest des Sports“, da bereiteten sich Sportlerinnen und Sportler jahrelang, so Baerbock, „manchmal ihr halbes Leben lang“ drauf vor – deswegen sollte das nicht für „politische Dinge oder Zeremonien“ genutzt werden.

Vorwürfe anderer Länder gegen China

China steht wegen Menschenrechtsverletzungen im Umgang mit Uiguren und Tibetern, wegen der Unterdrückung der Demokratiebewegung in Hongkong und den Drohungen gegen Taiwan international in der Kritik.
Die nächsten Olympischen Winterspiele finden vom 4. bis 20. Februar 2022 in China statt. Die USA hatten das Internationale Olympische Komitee (IOC) aufgefordert, die Veranstaltung wegen Missachtung der Menschenrechte in China zu verschieben.
Später hatten die Vereinigten Staaten angekündigt, keine diplomatischen oder offiziellen Vertreter zu den Olympischen Spielen nach China zu entsenden. Australien, Kanada und Großbritannien schlossen sich dem an. Auch Neuseeland will keine diplomatischen Vertreter nach China schicken.
Peking  - SNA, 1920, 13.12.2021
CDU-Politiker fordert Olympia-Boykott in Peking – Baerbock gegen Politisierung
Peking hat seinerseits den diplomatischen Olympia-Boykott durch die Staaten scharf kritisiert. Wie die Deutsche Presse-Agentur (DPA) zuvor berichtet hat, hat der chinesische Außenamtssprecher, Wang Wenbin, gesagt, die vier Länder „werden einen Preis für ihr Fehlverhalten zahlen“. Der Sprecher des chinesischen Außenministeriums, Zhao Lijian, hat den USA eine „Politisierung“ des Sports vorgeworfen und den Schritt als „Fleck auf dem Geist der olympischen Charta“ bezeichnet.
Der russische Präsident, Wladimir Putin, hat den politischen Boykott der Olympischen Winterspiele als inakzeptabel kritisiert und sich gegen eine Politisierung des Sports geäußert. Der Kremlchef will im Februar zur Eröffnung der Spiele nach Peking reisen.
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