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Gewalt an Frauen: Weißer Ring fordert besseres Vorgehen gegen Femizide

CC0 / superlux91 / Pixabay / Häusliche Gewalt (Symbolbild)
Häusliche Gewalt (Symbolbild) - SNA, 1920, 28.12.2021
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Mindestens 140 Frauen werden jedes Jahr in Deutschland von ihren Partnern oder Ex-Partnern getötet. Die Opferschutzorganisation Weißer Ring fordert mehr wissenschaftlich fundierte Ansätze zum Umgang mit dem Gefährdungspotenzial von Bedrohern bis zum Einsatz elektronischer Überwachung nach Verstößen.
„Mehr als jeden dritten Tag wird im Durchschnitt in Deutschland eine Frau in einer Partnerschaft getötet“, sagte der Bundesvorsitzende der Hilfsorganisation, Jörg Ziercke, der Deutschen Presse-Agentur (DPA) in Mainz. Als Täter ist es „zu fast 40 Prozent (...) der Ex-Partner“, berichtete der frühere Chef des Bundeskriminalamts.
afghanische Frau mit Kind  - SNA, 1920, 06.12.2021
Afghanistan
Häusliche Gewalt: Mädchen und Frauen in Afghanistan zunehmend schutzlos – Bericht
Ein flächendeckendes effektives Konzept gegen Femizide - die Tötung von Frauen und Mädchen aufgrund ihres Geschlechts - fehle in Deutschland, kritisiert der Weiße Ring. Während andere Gewaltdelikte zurückgingen, bleibe diese Zahl seit Jahren etwa gleich hoch.

Rote Lampe gegen Wiederholungstäter

„Es gibt nicht genügend wissenschaftlich fundierte systematische Ansätze zum Umgang mit dem Gefährdungspotenzial eines Bedrohers“, stellte Ziercke fest.
„Das ist wirklich Mangelware. Da muss man einfach mehr tun.“ Es müsse erforscht werden, wann mit einer Tat zu rechnen sei.
Der Weiße Ring fordert den Einsatz elektronischer Überwachung nach Verstößen gegen das Gewaltschutzgesetz. In Spanien etwa würden strafrechtliche Distanzandrohungen in Echtzeit elektronisch überwacht und es gingen die roten Lampen an, wenn sich jemand seinem Opfer nähere, sagt Ziercke. Dann fahre die Polizei los.
„In Deutschland stellen wir immer erst hinterher fest, dass es ein Annäherungsverbot gab“, betonte Ziercke. Wenn Annäherungsverbote nicht kontrolliert würden, würden sie nichts bringen.
„Die Behörden hören durchaus zu, handeln aber nicht konsequent genug, da gibt es so viele Hürden und Schwierigkeiten.“
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