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Nord Stream 2-Verzögerung schadet Gaskunden in Europa – Russlands EU-Botschafter

© SNA / Dmitri Lelchuk  / Zur BilddatenbankBauarbeiten für die Gaspipeline Nord Stream 2 in Deutschland
Bauarbeiten für die Gaspipeline Nord Stream 2 in Deutschland - SNA, 1920, 28.12.2021
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Russlands ständiger Vertreter bei der EU, Wladimir Tschischow, hat auf die Nachteile hingewiesen, die für die europäischen Gaskunden entstehen, solange die Zertifizierung der Gasleitung Nord Stream 2 im Ungewissen bleibt. Nach Aussage des Botschafters behandelt die EU die Zertifizierung als eine rein politische und keine rechtliche Angelegenheit.
Es sei letztlich der europäische Gaskunde, dem die Verzögerung bei der Inbetriebnahme von Nord Stream 2 schade, sagte Wladimir Tschischow in einer Videokonferenz vor Journalisten: „Den Schaden trägt im Endeffekt der europäische Verbraucher, der die ganze Zeit über mehr für russisches Erdgas zahlen muss.“
Dabei müsse der europäische Gasverbraucher auch noch einer ungewissen Preisentwicklung entgegensehen, denn die deutschen und europäischen Behörden würden nicht erkennen lassen, wann die Zertifizierung von Nord Stream 2 zum Abschluss komme. Für Russland sei dies weniger problematisch als für Europa: „Für uns ist die Verzögerung bei der Zertifizierung kein grundlegendes Problem. Gazprom verfügt über Gasvorräte und über Möglichkeiten, das Gas durch das bestehende Leitungsnetz zu pumpen. Eine andere Sache ist, dass das Erdgas auf diesem Wege – dann hauptsächlich über die Ukraine – teurer wird, während die Verlässlichkeit der Beförderung abnimmt.“

„Gazprom erfüllt seine Lieferpflichten“

Diese Unwägbarkeit rühre auch daher, dass die Zertifizierung von Nord Stream 2 zu einer politischen Frage verkommen sei: „Eine Prognose hierzu werde ich nicht abgeben“, so der russische Diplomat.
„Ich halte diese Frage vor allem für eine politische Frage, nicht für eine rechtliche und schon gar nicht für eine technische.“
Eine klare Position der EU hinsichtlich der Zertifizierungsfristen gebe es im Moment jedenfalls nicht.
Unterdessen erfüllt Gazprom nach Aussage des Botschafters weiterhin seine Verpflichtungen gegenüber den europäischen Kunden. Es bestünde sogar die Möglichkeit, zusätzliches Erdgas über das ukrainische Pipelinenetz in die EU zu befördern. Aber: „Jede weitere Vereinbarung über die bestehenden Langzeitverträge hinaus, die übrigens nach allgemeinem Bekunden auch der Europäer erfüllt werden, benötigt einen Endkunden, einen Käufer.“
Alexander Dobrindt (CSU) - SNA, 1920, 28.12.2021
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