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Beinahe-Kollisionen im All: China wirft USA Verstöße gegen internationales Weltraumrecht vor

© AFP 2021 / HANDOUTDer chinesische Astronaut Zhai Zhigang an der Raumstation Tiangong
Der chinesische Astronaut Zhai Zhigang an der Raumstation Tiangong  - SNA, 1920, 28.12.2021
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Die Handlungen der US-Weltraumunternehmen gefährden laut dem Sprecher des chinesischen Außenministeriums, Zhao Lijian, Astronauten im Orbit. Ihm zufolge muss die US-Regierung damit beginnen, das internationale Weltraumrecht zu respektieren und geeignete Maßnahmen in diesem Zusammenhang zu ergreifen.
„Ich kann mit voller Verantwortung behaupten, dass sich die Satelliten der amerikanischen Firma SpaceX in diesem Jahr zweimal in gefährlicher Entfernung von der chinesischen Raumstation befanden – im Juli und im Oktober.
Damals waren chinesische Astronauten auf der Station. Sie mussten Notmaßnahmen ergreifen, um eine Kollision zu verhindern“, sagte Zhao Lijian bei einem Briefing am Dienstag.
Er erinnerte auch daran, dass gemäß dem internationalen Weltraumvertrag vom 10. Oktober 1967, den auch die Vereinigten Staaten unterzeichneten, alle Länder der Welt die Sicherheit der Astronauten schützen und im Falle von Situationen, die ihr Leben und ihre Gesundheit bedrohen würden, sofort den UN-Generalsekretär informieren müssen.
„Die Länder sollten auch für die Aktivitäten ihrer privaten Unternehmen im Weltraum verantwortlich gemacht werden“, sagte Zhao Lijian.Ihm zufolge erklären die USA „auf Schritt und Tritt“ ihre verantwortungsvolle Haltung zu allem, was mit dem Vorgehen im Weltraum zu tun habe. Tatsächlich aber würden sie „alle internationalen Verträge missachten und das Leben von Astronauten gefährden“.
„Das ist ein klassisches Beispiel für die Politik der Doppelstandards“, schloss der Sprecher des chinesischen Außenministeriums.
In der chinesischen Orbitalstation Tiangong befinden sich der Kommandant der Besatzung, Zhai Zhigang, der im September 2008 als erster Chinese ins All geflogen war, Wang Yaping, die erste weibliche Astronautin an Bord der chinesischen Orbitalstation, und Ye Guangfu, für den der Flug der erste in seiner Laufbahn ist. Die Kosmonauten befinden sich seit dem 16. Oktober auf der Station. Zuvor hatten Chinas ständige Vertreter bei den Vereinten Nationen eine Note an den Generalsekretär der Organisation geschickt, in der sie betonten, dass die chinesische Orbitalstation Tiangong in diesem Jahr zweimal manövrieren musste, um Kollisionen mit Starlink-Satelliten der US-Firma SpaceX zu vermeiden. In der Note wurde auch darauf hingewiesen, dass die Satelliten der Station zu nahe gekommen seien, was die Sicherheit der chinesischen Astronauten dort gefährdet habe.
Chinesische Raumstation  - SNA, 1920, 20.08.2021
Zwei chinesische Kosmonauten in freiem Weltraum eingesetzt – Nationale Raumstation im Bau
Die chinesische Raumstation Tiangong ist eine vom Büro für bemannte Raumfahrt Chinas entwickelte Raumstation in einem erdnahen Orbit von etwa 340 bis 420 Kilometer Höhe mit einer Bahnneigung von rund 42 Grad. Der Aufbau der Station hatte am 29. April 2021 mit dem Start des Kernmoduls „Tianhe“ begonnen.
Die Bauarbeiten sollen zum Jahr 2022 abgeschlossen werden. An Bord werden sich gleichzeitig drei Personen bzw. sechs Personen bei einem Besatzungswechsel befinden können.
Geplant ist, im Jahr 2022 ein Labormodul mit der Bezeichnung Wentian und ein Forschungsmodul, Mengtian, an die Raumstation anzukoppeln. Im Jahr 2025 soll ein autonomes astrophysikalisches Modul, Siuntian, gestartet werden, das periodisch zu Wartungsarbeiten an der Raumstation andocken soll.
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