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Sieger von Journalismus-Wettbewerb Khaled Alkhateb International Memorial Awards 2021 stehen fest

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Logo von RT (Symbolbild) - SNA, 1920, 27.12.2021
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Der Fernsehsender RT hat am Montag die Sieger der Khaled Alkhateb Memorial Awards 2021 für die beste Kriegsberichterstattung bekannt gegeben – Alexander Lukjanow aus Russland, Anuj Chopra und Neha Wadekar aus den USA sowie Rania Abdallah aus dem Jemen.
Die Khaled Alkhateb International Memorial Awards werden in folgenden drei Kategorien verliehen:
„Bester Beitrag aus einer Konfliktzone: Video“
„Bester Beitrag aus einer Konfliktzone: Text“
„Nach dem Krieg: Beste Reportage oder Dokumentation“
Die Gewinner:

1. „Bester Beitrag aus einer Konfliktzone: Video“

Alexander Lukjanow (Russland) für Rossija 24: "Dröhnende Stille"
Der Korrespondent Alexander Lukjanow besucht die Kontaktlinie im Donbass, wo Vertretern der Volksrepublik Donezk zufolge ukrainische Truppen wiederholt die vereinbarte Waffenruhe verletzen. In seinem Sonderbericht erzählt er über die Lage in der Volksrepublik Donezk, das Ringen um eine Waffenruhe und die Nöte der Bevölkerung. Er spricht auch mit Einheimischen, die versuchen, ihre durch Raketenbeschuss zerstörten Häuser wieder aufzubauen.

2. „Bester Beitrag aus einer Konfliktzone: Text“

Anuj Chopra (USA) für AFP: „Kämpfe und Blutvergießen in Marib, Jemen“
Die Reportage berichtet von der Situation in Marib, einer Region im Jemen mit der gleichnamigen Hauptstadt. Marib ist reich an Bodenschätzen und seit langem zwischen den Huthi-Rebellen und den Streitkräften des Jemens umkämpft, die von Saudi-Arabien unterstützt werden. Kämpfer der Huthi starten auf verbrannter Erde eine Offensive, um die Stadt zu erobern. Dies löst eine humanitäre Krise aus und veranlasst lokale Stammesmitglieder, sich dem Kampf anzuschließen, um die strategische ölreiche Stadt zu retten.
Im Verlauf der Kriegshandlungen wurden in der Region Hunderte Menschen getötet. Seit dem Jahr 2014 dauert der Bürgerkrieg im Jemen an.

3. „Nach dem Krieg: Beste Reportage oder Dokumentation“

Rania Abdallah (Jemen) für YEMEN TV. „Ein zerstörtes Leben“
Der Dokumentarfilm erzählt über das Leben von 38 Familien im Jemen, die aufgrund von Kriegshandlungen zur Flucht in abgelegene und unwirtliche Gebiete gezwungen wurden. Mit Beginn der Corona-Pandemie hat sich ihre Lage weiter verschlimmert. Vor allem Frauen leiden unter einer fehlenden medizinischen Versorgung und dem Mangel an Medikamenten. Dies führt vermehrt zu Komplikationen während der Geburt und einer Häufung von Fehlgeburten. Die Journalisten ersuchen die lokalen Behörden um Hilfe für die Flüchtlinge, die sie ihnen zusicherten.
Neha Wadekar (USA) für The Telegraph: „Kampf um Cabo Delgado: Der unsichtbare Krieg um die Rohstoffe von Mosambik“
Der Konflikt in der Provinz Cabo Delgado im Nordosten Mosambiks hat seit dem Jahr 2017 Tausende Todesopfer gefordert. Der investigative Artikel untersucht die Ursachen für die Radikalisierung der Jugend in der Provinz. Im Glauben, dass die Regierung den Zugang der Bevölkerung zu Rohstoffen und Naturgütern einschränkt, schließen sich viele junge Menschen Terrorgruppen an. Unter dem Kampf um Erdgas, Edelsteine und illegalen Handel leidet die Zivilbevölkerung, die wiederholt Opfer von bewaffneten Angriffen auf Städte und Dörfer wird.
Jeder Gewinner des Khaled Alkhateb International Memorial Awards erhält ein Preisgeld in Höhe von 200.000 Rubel, rund 2.400 Euro.
Die Mitglieder der Jury sind dieses Jahr der Kriegsberichterstatter Jewgeni Poddubny, der für seine Arbeit in Syrien und der Ukraine mit drei TEFI-Fernsehpreisen ausgezeichnet wurde, Alexander Koz, ein preisgekrönter Journalist und Kriegsberichterstatter sowie die RT-Korrespondentin Maria Finoschina, die seit Jahren über bewaffnete Konflikte und Massenproteste überall in der Welt berichtet. Die Jury wurde bei der Bewertung der Teilnehmerbeiträge unterstützt von der Journalistin, Schriftstellerin und Expertin für die Außenpolitik der USA und Lateinamerikas Eva Golinger, dem Nahostexperten und Korrespondenten der ägyptischen Zeitung Youm7 Ahmed Gomaa und dem griechischen Journalisten und Träger verschiedener internationaler Auszeichnungen Konstantinos Antonopoulos.
Bei der ersten Preisverleihung im Jahr 2018 wurden Bewerber aus Irland, Singapur und dem Irak ausgezeichnet. Im Jahr 2019 wurden Journalisten aus Russland, Italien, Indien und den Vereinigten Staaten für ihre Berichterstattung über die Konflikte in Syrien, Libyen und dem Irak geehrt. Im Jahr 2020 ging die RT-Auszeichnung an Kriegsberichterstatter aus Russland, Syrien und Indien.
Die Khaled Alkhateb International Memorial Awards wurden von RT im Gedenken an den 25-jährigen Journalisten und freien Korrespondenten von RT Arabic Khaled Alkhateb ins Leben gerufen, der im Jahr 2017 bei einem Raketenbeschuss durch den IS in der syrischen Provinz Homs getötet wurde. In seinen Reportagen berichtete Khaled über die Kämpfe zwischen syrischen Regierungstruppen und der Terrormiliz. Im Jahr 2018 wurde Khaled Alkhateb auf Erlass des russischen Präsidenten, Wladimir Putin, posthum mit der russischen Tapferkeitsmedaille ausgezeichnet. Die Familie des getöteten Journalisten nahm die Auszeichnung im Rahmen einer Gedenkfeier entgegen.
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