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Impfgegner kritisieren Trump für positive Äußerungen zur Corona-Impfung

© AP Photo / Patrick SemanskyDer ehemalige US-Präsident Donald Trump
Der ehemalige US-Präsident Donald Trump - SNA, 1920, 27.12.2021
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Der ehemalige US-Präsident Donald Trump muss nach positiven Äußerungen zur Corona-Impfung viel Kritik von Impfgegnern einstecken. Die rechte Aktivistin, Candace Owens, die Trump vergangene Woche interviewt hat, führt Trumps Position auf sein Alter und eine womöglich schlechte Informiertheit in Bezug auf die Impfung zurück.
Trump soll im Gespräch mit Owens demnach gesagt haben, dass die Impfstoffe wirkten. Die Leute sterben ihm zufolge nicht, „wenn sie sich impfen lassen“. Trump sprach sich aber auch erneut gegen eine Impfpflicht aus.
Der amerikanische Ex-Präsident hatte zuvor bei einer Veranstaltung erklärt, dass er eine Auffrischungsimpfung bekommen habe und wurde dafür von einigen Anhängern ausgebuht. Daraufhin hatte sogar US-Präsident Joe Biden auf Trumps Impfung verwiesen und gesagt, der Booster sei „vielleicht einer der wenigen Dinge, bei denen er und ich einer Meinung sind“.
Trump hatte sich nie explizit gegen die Impfung ausgesprochen, aber die Bedrohung durch das Virus stets heruntergespielt – vor allem unter den Republikanern, der Partei Trumps, ist eine ablehnende Haltung verbreitet.

„Der bösartigste Mensch, der je gelebt hat“

Nach ihrem Interview mit Trump versuchte Owens, diesen zu verteidigen – allerdings auf eher ungewöhnliche Art. Sie glaube nämlich nicht, dass Trump im Internet sei oder dass er unbedingt das Internet nutze, sagte sie. Sie gehe davon aus, dass er sich nur über sogenannte Mainstream-Medien informiere.
„Ich wollte das nur sagen, weil so viele Spender, die ihn unterstützen, sich fragen, woher das alles kommt, und ich glaube, dass er das wirklich glaubt.“
Der als Verschwörungstheoretiker geltende Alex Jones, Kopf des Portals „Infowars“, erklärte, Trump sei entweder „unwissend“ oder „der bösartigste Mensch, der je gelebt hat“, da er den Menschen dieses „Gift“ aufdränge.
„Ich bin froh, dass (...) Trump jetzt darüber spricht, warum es wichtig ist, sich impfen zu lassen“, reagierte der US-Immunologe Anthony Fauci. Dass Trump aber dafür nun so viel Kritik von seinen Anhängern einstecken müsse, zeige auch, wie früh er beim Thema Impfung „den Brunnen vergiftet“ habe und „wie stark die Spaltung in unserer Gesellschaft ist“, erklärte der Biden-Berater.
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