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Flutkatastrophe 2021 verursacht Rekordschäden für deutsche Versicherer

© Foto : THW/Maximilian ChristTHW-Kräfte bei Aufräumarbeiten in den Katastrophengebieten, Juli 2021
THW-Kräfte bei Aufräumarbeiten in den Katastrophengebieten, Juli 2021 - SNA, 1920, 27.12.2021
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Das auslaufende Jahr ist zum teuersten Jahr für Versicherungsschäden wegen Naturkatastrophen in Deutschland geworden. Die Versicherer müssen nach Angaben des Branchenverbandes GDV rund 12.5 Milliarden Euro an die von Naturkatastrophen Betroffenen auszahlen.
Dies sei die höchste Summe seit der Verband Anfang der 1970er Jahre begann, Buch darüber zu führen, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters.
Damit übertraf 2021 das Orkan-Jahr 1990. Damals hatten die Stürme „Daria“, „Vivian“ und „Wiebke“ Deutschland heimgesucht, so dass sich die Versicherungsschäden – nach heutigen Preisen – auf 11,5 Milliarden Euro beliefen.
Der langjährige Durchschnitt von 3,8 Milliarden Euro habe sich durch die Flutkatastrophe in diesem Jahr mehr als verdreifacht.
Mit 8,2 Milliarden Euro geht ein Großteil der Gesamtsumme laut GDV auf die verheerende Sturzflut im Juli zurück, die vor allem Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen betraf.
7,7 Milliarden davon würden auf Schäden an Häusern, Hausrat und Betrieben entfallen. „An unsere Kunden haben wir bereits innerhalb kurzer Zeit über drei Milliarden Euro ausgezahlt“, zitiert Reuters den Hauptgeschäftsführer des GDV, Jörg Asmussen.

Für die Kfz-Versicherer war dagegen eine Hagelserie im Juni mit rund 700 Millionen Euro der größte Einzelschaden – und der viertgrößte Hagelschaden der vergangenen 50 Jahre. Insgesamt verursachte die Juni-Unwetterserie Versicherungsschäden von 1,7 Milliarden Euro.

Die Sturzflut im Rheinland hatte erneut eine Debatte über eine Pflichtversicherung gegen Naturgefahren ausgelöst. Nach Ansicht des GDV würde sie das Problem aber nicht lösen. Die Versicherer wollen stattdessen nur noch Wohngebäude-Policen anbieten, die Elementargefahren wie Hochwasser und Starkregen einschließen, wie Asmussen erläuterte. Zudem drängen sie auf staatliche Eingriffe wie Bauverbote in hochwassergefährdeten Gegenden.
Ein Hochwasserschild  - SNA, 1920, 06.12.2021
Fluthilfen in NRW stecken wegen langsamer Bearbeitung fest
Das Jahr 2021 gilt auch weltweit als eines der teuersten für Schadensversicherungen. Mitte Dezember hatte der Versicherungskonzern Swiss Re die weltweiten Schäden durch Naturkatastrophen auf 105 Milliarden US-Dollar (93 Milliarden Euro) geschätzt. Dies seien 17 Prozent mehr als 2020 und der vierthöchste Wert seit Beginn der Erfassungen im Jahr 1970.
Mit Abstand das teuerste Ereignis war demnach der Hurrikan „Ida“ in den USA: Der Swiss Re zufolge dürften die Zerstörungen die Versicherungsbranche 30 bis 32 Milliarden Dollar kosten – unter anderem infolge der Überschwemmungen in New York.
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