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Covid-19 überstanden und doch nicht gesund: Langzeitfolgen bei verschiedenen Virus-Varianten

CC0 / LoggaWiggler / Pixabay / Erkältung (Symbolbild)
Erkältung (Symbolbild) - SNA, 1920, 27.12.2021
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Gesundheitliche Langzeitfolgen der Corona-Infektion können bei Patienten nach der Genesung mehrere Monate anhalten. Wissenschaftler diskutierten bei einer Online-Sitzung des Wissenschaftlichen Rates der Russischen Akademie der Wissenschaften die Post-Covid-Symptome bei verschiedenen Varianten von SARS-CoV-2.
Die Experten stellten fest: Etwa 80 Prozent der Genesenen leiden an neurologischen Störungen, die sich zwei bis drei Monate nach der Genesung verschlimmern. Zu den Symptomen zählen Gedächtnisprobleme, Apathie und chronische Müdigkeit. Mehr als 70 Prozent der Covid-Patienten klagen über erhöhten Blutdruck und Tachykardie. Das Risiko für Thrombosen und Thromboembolien der Lungengefäße bleibt bestehen, die Inzidenz von koronaren Durchblutungsstörungen und Herzinfarkten nimmt zu.

Risiko erhöhter Müttersterblichkeit

Viktoria Bitsadse, Professorin an der Setschenow-Universität, stellte das Risiko erhöhter Müttersterblichkeit bei ungeimpften Patientinnen fest:
„Das Risiko eines schweren Verlaufs von Covid-19 ist in der späten Schwangerschaft höher. Schwangere Frauen benötigen häufiger eine intensivmedizinische Behandlung.”
Bitsadse fügte hinzu, dass das Risiko der Müttersterblichkeit bei Covid-19 ungefähr 22-mal höher sei. Außerdem bestehe Studien zufolge das Risiko eines fötalen Distresses (beim Sauerstoffmangel), das Risiko einer Frühgeburt und infolgedessen der Geburt von Kindern mit niedrigem Körpergewicht. „Patienten mit COVID-19 zeichnen sich durch viel schlechtere Ergebnisse und Ausgänge aus – sowohl für die Mutter als auch für das Kind“, bemerkte die Wissenschaftlerin.

Stammzellen bei der Corona-Therapie

Der Einsatz von Stammzellen zur wirksamen Behandlung von Patienten mit schwerem Verlauf von Covid-19 sei eines der neuen Forschungsgebiete chinesischer Wissenschaftler, berichtete Robert Zhao, Medizinprofessor am „China Institute of Basic Medical Sciences“. Der Spezialist stellte fest, dass der Krankheitsverlauf bei Patienten mit Corona dank den mesenchymalen Stammzellen (MSC) verbessert werde – sie tragen zur Gewebereparatur bei.
Erkältung (Symbolbild) - SNA, 1920, 20.12.2021
Studie: 40 Prozent haben nach Infektion mit Coronavirus noch Symptome
„Unsere Erfahrung hat gezeigt, dass die Behandlung mit den mesenchymalen Stammzellen (MSC) den Ausgang der Covid-19-Erkrankung verbessert. MSCs reduzieren den Anteil entzündlicher Zytokine und wir haben festgestellt, dass MSCs die Aktivierung von T-Zellen fördern, eine sehr wichtige Rolle in deren Funktion spielen und eine immunmodulierende Wirkung haben", sagte Zhao. Ihm zufolge ist die erste Phase der klinischen Studien nun abgeschlossen.

Psychische Beschwerden beim Post-Covid

Eine weitere gefährliche Seite des Post-Covid-Syndroms ist die Entwicklung psychischer Störungen. Professor am Moskauer Institut für Psychiatrie Boris Tsigankow wies darauf hin, dass sich der Mangel an Informationen negativ auf die menschliche Psyche auswirkt, Todesangst verursacht Panikattacken. Experten stellten eine Vervierfachung psychischer Störungen im Jahr 2020 im Vergleich zu 2019. „Bei 60 Prozent der Patienten treten psychische Störungen innerhalb von sechs Monaten nach der Erkrankung auf. Eine Demenzkrankheit nach Covid-19 entwickelt sich um ein Vielfaches schneller als bei der Grippe“, so Tsigankow.

Pneumologische Post-Corona-Rehabilitation

Kirill Sikow, Professor am Institut für Pneumologie, erläuterte die respiratorischen Aspekte des Post-Covid-Syndroms. „Die Fibrose verschwindet innerhalb von sechs Monaten, manchmal normalisieren sich die CT-Bilder innerhalb von neun Monaten. Aber die Atemnot hält auch ein Jahr nach der Covid-Erkrankung an. Nach Beobachtungen von Pneumologen hängen die Post-Covid-Symptome von der Virus-Variante ab. „Die Rehabilitation der Patienten der dritten Welle ist viel schlechter als die der ersten Welle. Das heißt, die Covid-Variante beeinflusst den Verlauf des Syndroms. Es gibt jedoch noch keine Daten zu ‚Omikron‘. Mal sehen, wie sich diese Virus-Variante verhält.“
Coronavirus-Variante Omikron - SNA, 1920, 21.12.2021
Sieben Omikron-Folgen für Deutschland
Es gibt kein einziges Organ oder System, das vom Post-Covid-Syndrom nicht betroffen bleibe, stellen die Wissenschaftler fest. 80 Prozent der Genesenen wiesen mindestens ein längerfristiges Symptom auf.
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