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Anti-Apartheid-Kämpfer und Nobelpreisträger Desmond Tutu im Alter von 90 gestorben

© REUTERS / Mike HutchingsAnti-Apartheid-Kämpfer Desmond Tutu
Anti-Apartheid-Kämpfer Desmond Tutu - SNA, 1920, 26.12.2021
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Erzbischof Desmond Tutu, Friedensnobelpreisträger und Veteran des Kampfes gegen die Apartheid in Südafrika, ist am Sonntag im Alter von 90 Jahren gestorben. Das teilte Südafrikas Präsident Cyril Ramaphosa auf der Regierungswebseite mit.
„Ein Mann von außergewöhnlichem Intellekt, Integrität und Unbesiegbarkeit gegen die Kräfte der Apartheid. Er war auch zärtlich und verletzlich in seinem Mitgefühl für diejenigen, die unter der Apartheid Unterdrückung, Ungerechtigkeit und Gewalt erlitten hatten, sowie für alle unterdrückten und geknechteten Menschen weltweit“, so der Staatschef.
Im Jahr 1984 erhielt Tutu laut Reuters einen Friedensnobelpreis für seinen gewaltlosen Widerstand gegen die Apartheid. Ein Jahrzehnt später erlebte er das Ende des Regimes und leitete eine Wahrheits- und Aussöhnungskommission, die eingerichtet wurde, um die Gräueltaten der Apartheid aufzudecken.
In den 1990er Jahren war bei Tutu Prostatakrebs diagnostiziert worden. In letzter Zeit musste er wegen seines Krebsleidens mehrmals zur Behandlung ins Krankenhaus eingeliefert werden.
„Der Tod des emeritierten Erzbischofs Desmond Tutu ist ein weiteres Kapitel der Trauer in unserem Abschied von einer Generation hervorragender Südafrikaner, die uns ein befreites Südafrika hinterlassen haben“, so Ramaphosa.
„Desmond Tutu war ein Patriot ohnegleichen (…)“, fügte er hinzu.
Zur Todesursache des Nobelpreisträgers machte der Präsident keine Angaben.
Der Kämpfer Tutu wurde sowohl von der schwarzen als auch von der weißen Bevölkerung als „Gewissen der Nation“ angesehen, der zum Symbol der Versöhnung einer gespalteten Nation geworden ist.
Nelson Mandela - SNA, 1920, 25.12.2021
Bericht: Südafrika gegen Versteigerung von Schlüssel zu Mandelas Gefängniszelle in USA
Als Apartheid wird eine geschichtliche Periode der staatlich festgelegten Rassentrennung in Südafrika und Südwestafrika bezeichnet. Sie war durch die selbsterklärte Vorherrschaft der weißen, europäischstämmigen Bevölkerungsgruppe über alle anderen gekennzeichnet. Sie begann Anfang des 20. Jahrhunderts und hatte ihre Hochphase von den 1940er bis in die 1980er Jahre. 1994 endete die politische Rassentrennung nach einem demokratischen Regierungswechsel, bei dem Nelson Mandela der erste schwarze Präsident wurde.
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