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Zahl der Asylanträge in Deutschland wächst rasanter als im Rest der EU – Bericht

© AFP 2021 / JENS SCHLUETEREin Verkehrsschild mit der Aufschrift „Asyl“.
Ein Verkehrsschild mit der Aufschrift „Asyl“. - SNA, 1920, 25.12.2021
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Im September dieses Jahres sind so viele Asylerstanträge gestellt worden, wie seit langem nicht, geht aus den diese Woche veröffentlichten Daten der EU-Statistikbehörde Eurostat hervor. Deutschland ist dabei Hauptzielland, wie der „Berliner Morgenpost“ vorliegende Zahlen einer weiteren Studie zeigen.
Die Zahl der in Deutschland gestellten Asylanträge wächst doppelt so schnell wie in der EU. Deutschland ist somit erneut das Hauptzielland von Asylbewerbern.
Im September 2021 beantragten in den EU-Mitgliedsstaaten 60.800 Personen zum ersten Mal Asyl. Somit wurden im September 58 Prozent mehr Erstanträge gestellt als im September letzten Jahres.
Länder mit den meisten aufgenommenen Flüchtlingen

Fünf Länder haben fast 40 Prozent der weltweit Vertriebenen aufgenommen, so das Auswärtige Amt am 18. Juni 2021. Zu den Ländern mit den meisten aufgenommenen anerkannten Flüchtlingen (Stand: Ende 2020) gehören laut dem UN-Flüchtlingshilfswerk UNCHR die Türkei (3,6 Millionen), Kolumbien (1,8 Millionen), Pakistan (1,4 Millionen), Uganda (1,4 Millionen) und Deutschland (1,1 Millionen). Die Zahl der Flüchtlinge wird unabhängig vom Zeitpunkt ihrer Einreise angegeben. Staatenlose Menschen und Personen, über deren Asylantrag noch nicht entschieden wurde, sind in diesen Daten nicht berücksichtigt.

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Dieser September war der erste Monat während der Covid-19-Pandemie, in dem die Zahl der Anträge den Stand von vor der Pandemie vom Februar 2020 (55.700 Erstanträge) und auch den Stand vom September 2019 (54.500 Erstbewerber) übertraf.
Die Statistikbehörde teilte mit, dass die meisten Asylbewerber aus Afghanistan stammten. 13.800 der Erstbewerber kamen im September 2021 aus Afghanistan, 8700 aus Syrien und je 2700 aus dem Irak und Bangladesch. 2500 Türken und 2400 Pakistaner hatten ebenfalls ihren ersten Asylantrag gestellt.
Die Hauptzielländer von Asylbewerbern in der EU sind laut Eurostat Deutschland und Frankreich.
Die „Berliner Morgenpost“ berichtete mit Verweis auf Eurostat von einem Anstieg der Zahl der Asyl-Anträge in Deutschland. Die Zahl stieg in den ersten neun Monaten des Jahres um 33 Prozent auf 100.240 Fälle.
Im Vergleich zu anderen EU Ländern stieg die Zahl der Asylanträge in Deutschland so am rasantesten. Im gesamten EU-Raum war es im September zu einem Anstieg von 15 Prozent im Vergleich zum Januar gekommen. Somit wurden in Deutschland in den ersten neun Monaten dieses Jahres 28,4 Prozent aller Asyl-Erstanträge gestellt.
„Mit 13.800 im September 2021 registrierten Erstantragstellern machte Deutschland fast ein Viertel (23Prozent) aller Erstantragsteller in der EU aus“, so die Statistikbehörde.
In Frankreich wurden zum selben Zeitpunkt 12.800 Anträge gestellt.
Flüchtlingsfamilie in Deutschland - SNA, 1920, 11.12.2021
Neuer FDP-Fraktionschef Dürr hält mehr Migration in den Arbeitsmarkt für geboten
Seit der Gründung des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF) im Jahr 1953 haben rund 6,1 Millionen Menschen in Deutschland Asyl beantragt. Die Zahl der Asylantragstellungen hierzulande ist starken Schwankungen unterworfen, die Ausdruck der Entwicklung der weltweiten Fluchtbewegungen sind. In Nordrhein-Westfalen werden die meisten Anträge gestellt. Die Zahl der Flüchtlinge, die in Deutschland leben, lag 2020 laut UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR bei 1,2 Millionen.
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