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Mit gefälschtem Impfpass zum gültigen Zertifikat: Impfbetrugs-Tourismus an Grenze zu Bayern boomt

© AP Photo / Matthias SchraderCorona-Impfnachweis (Archivbild)
Corona-Impfnachweis (Archivbild) - SNA, 1920, 24.12.2021
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Immer mehr Menschen mit Wohnsitz außerhalb Deutschlands versuchen, mit gefälschten Impfnachweisen in den grenznahen Apotheken in Bayern digitale Zertifikate zu erwerben. Das geht aus einer Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Schwaben Süd/West in Kempten hervor, die auf der Webseite der Bayrischen Polizei am Mittwoch veröffentlicht wurde.
Demnach wurden alleine im Landkreis Lindau am Bodensee rund 100 solcher Fälschungen festgestellt. „Eine Auswertung ergab, dass mehr als drei Viertel aller Beschuldigten ihren Wohnsitz nicht in Deutschland haben“, hieß es. Erst in der vergangenen Woche wurden in einer Lindauer Apotheke zwei Frauen mit Wohnsitz in Österreich und ein schweizerischer Staatsangehöriger beim Impfpassbetrug ertappt. Der Mitteilung zufolge mussten sie „eine Sicherheitsleistung im vierstelligen Euro-Bereich bezahlen“, um aus Deutschland wieder ausreisen zu dürfen. Gegen die drei wird nun wegen Urkundenfälschung ermittelt.
„Die Kriminalpolizei weist in diesem Zusammenhang ausdrücklich darauf hin, dass bereits der Versuch, ein Impfzertifikat aufgrund eines gefälschten Impfnachweises zu erlangen, eine Straftat darstellt“, betonte das Polizeipräsidium und warnte vor hohen Geldstrafen.
Polizeieinsatz (Symbolbild) - SNA, 1920, 23.12.2021
Fake-Impfpass beschert Polizisten Dienstenthebung
Wie die Deutsche Presse-Agentur (DPA) unter Verweis auf einen Sprecher des Landeskriminalamts (LKA) in München am Freitag berichtete, werden oft in solchen Fällen vermeintliche Nachweise von deutschen Impfzentren oder Arztpraxen vorgelegt. „Daher erscheint auch die Vorgehensweise erklärbar, dass grenznahe deutsche Apotheken aufgesucht werden“, so der LKA-Sprecher. Zugleich stammten die meisten gefälschten Einträge vermeintlich nicht nur aus der jeweiligen Region, sondern aus Impfzentren in ganz Deutschland.
Arzt (Symbolbild) - SNA, 1920, 23.12.2021
Verdünntes Vakzin und gefälschte Impfpässe: Ermittlungen gegen Ärztinnen eingeleitet
Es bleibt offen, warum sich Impfbetrüger aus Österreich und der Schweiz deutsche Apotheken als Ziele aussuchen. Die Ermittler vermuten dabei einen Handel mit gefälschten Impfpässen aus Deutschland in die Nachbarländer. Bei Postsendungen und Kurierfahrten sei es schon „zu umfangreichen Sicherstellungen von gefälschten Impfnachweisen mit Eintragungen aus deutschen Impfzentren beziehungsweise Arztpraxen“ gekommen, erklärte der LKA-Sprecher.
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