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Westen hält Versprechen nicht – Experten kommentieren Putins Pressekonferenz

© SNA / Sergey GuneyevDer russische Präsident Wladimir Putin bei seiner traditionellen jährlichen Pressekonferenz am 23. Dezember 2021
Der russische Präsident Wladimir Putin bei seiner traditionellen jährlichen Pressekonferenz am 23. Dezember 2021 - SNA, 1920, 24.12.2021
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Russische Forderungen nach Sicherheitsgarantien, die Bereitschaft Moskaus bei der Verteidigung seiner Interessen sowie die Perspektiven für den europäischen Gasmarkt – Experten kommentieren im Interview mit der SNA die Antworten von Präsident Putin auf der Jahrespressekonferenz.
Während der Pressekonferenz richtete Wladimir Putin eine klare Botschaft an den Westen. Der Geduld sind Grenzen gesetzt, es gibt rote Linien, die nicht überschritten werden können. Moskau sei trotz der eindeutig aggressiven Politik der Nato nicht nur dialogbereit, sondern habe auch konkrete Sicherheitsvorschläge unterbreitet, sagte gegenüber SNA Wiktor Murachowski, Mitglied des Expertenrats des Kollegiums der militärisch-industriellen Kommission.
„Es ist seit Langem bekannt, dass der Westen nicht nur seine mündlichen Versprechen und Vereinbarungen nicht einzuhalten sucht, sondern auch die gesetzlich verankerten. Daher liegt es auf der Hand, dass man mit dem Westen nur aus einer Position der Stärke heraus sprechen kann. Das heißt, man muss über solche Streitkräfte verfügen, die in der Lage sind, alle Aggressionshandlungen abzuwehren, einschließlich seitens der Nato“, sagte der Militärexperte.
Daher sei es notwendig, Positionen klar und öffentlich darzulegen – was getan worden sei, als Russland rechtliche Sicherheitsgarantien forderte. Ein Konsens könne erreicht werden, wenn Russland die Fähigkeiten seiner Streitkräfte demonstriere, um der Osterweiterung der Nato entgegenzuwirken.
Der russische Präsident Wladimir Putin bei seiner traditionellen jährlichen Pressekonferenz am 23. Dezember 2021 - SNA, 1920, 24.12.2021
Putins Pressekonferenz: Welches Signal sendet Russlands Präsident an den Westen? – Experte Mangott
„Der Präsident hat seine Position klar zum Ausdruck gebracht, dass Russland das Überschreiten der roten Linien nicht zulassen wird“, so Murachowski weiter.

Brennpunkt Gasmarkt

Gasrekordpreise in Europa waren ein weiteres heißes Thema in der Pressekonferenz von Wladimir Putin. Der Gaspreis in Europa hat diese Woche einen historischen Rekord erreicht und die Marke von 2000 US-Dollar pro tausend Kubikmeter durchbrochen. Dafür gibt es eine Reihe von Gründen. Zuerst ließ das kalte Wetter Europa erneut im Stich. Zusammen mit den geringen Reserven in unterirdischen Speicheranlagen habe dies die Preise angeheizt, bemerkte Sergei Pikin, Direktor des Energieentwicklungsfonds, im SNA-Interview.
„Der Präsident wies darauf hin, dass die europäische Energiepolitik sehr unausgewogen ist. Die EU-Länder versuchen sprunghaft in Richtung grüner Energie zu gehen und lassen keine Reserven, falls diese Energie nicht funktioniert. Aufgrund der Verzögerungen beim Start von Nord Stream 2 und der unzureichenden Gasmenge in den Speichern sind gewisse Risiken entstanden, die sich auf die Gaspreise auswirken. Jetzt wird Nord Stream 2 mit vielen bürokratischen Verzögerungen zertifiziert. Behauptungen, auch von der neuen deutschen Regierung, dass die russische Gaspipeline Europas Energiesicherheit bedrohe, haben zu einem liberalen, wettbewerbsorientierten Markt für Europäer geführt. Übrigens hat die Medaille zwei Seiten. Einerseits kann es wie im letzten Jahr niedrige Preise geben, andererseits, im Falle eines Defizits, ultrahohe Preise, was für den Verbraucher kolossale Risiken birgt. Die Länder, die die Verträge mit Gazprom geschlossen haben, haben eindeutig gewonnen“, so Pikin.
Der russische Präsident Wladimir Putin bei seiner traditionellen jährlichen Pressekonferenz am 23. Dezember 2021 - SNA, 1920, 23.12.2021
„USA kamen mit Raketen zu unserem Haus“: Putin fordert von Nato „unverzüglich“ Sicherheitsgarantien
Gleichzeitig halte die Rhetorik der BRD-Regulierungsbehörden über einen längeren Start von Nord Stream 2 an, fährt der Experte fort. Es würden Bedenken hinsichtlich der Transitroute Jamal-Europa geäußert. Unterdessen ließ die Nachricht, dass Gazprom sich geweigert habe, Kapazitäten entlang dieses Korridors für den 21. Dezember zu buchen, die Gaspreise auf 2150 US-Dollar pro Kubikmeter steigen.
„Gazprom arbeitet an den Anträgen, die das Unternehmen erhält. Gazprom handelt nicht an der Börse. Die Ansprüche gegen Gazprom sind unbegründet. Die Europäische Kommission hat bestätigt, dass Gazprom seinen Verpflichtungen nachkommt. Daher sind alle Ansprüche gegen Gazprom nichts anderes als eine Redensart“, schließt Sergei Pikin.
Vor dem Hintergrund der Pressekonferenz des russischen Präsidenten sind die Gaspreise in Europa um rund 20 Prozent gefallen. Tausend Kubikmeter kosten wieder rund 1700 Dollar, genau wie vor einer Woche.
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