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420 Lichtjahre von Erde entfernt: Astronomen entdecken rund 170 Einzelgänger-Planeten

CC0 / geralt/Pixabay / Weltraum (Symbolbild)
Weltraum (Symbolbild) - SNA, 1920, 24.12.2021
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Astronomen haben rund 170 Einzelgänger-Planeten in ähnlicher Größe wie der Jupiter entdeckt. Sie befinden sich etwa 420 Lichtjahre von der Erde entfernt und bilden die größte bisher entdeckte Gruppe ihrer Art. Eine entsprechende Studie wurde im wissenschaftlichen Journal „Nature Astronomy” veröffentlicht.
Diese Planeten existieren im Universum ohne Sterne, die sie beleuchten würden, und sind laut Astronomen des astrophysikalischen Labors Bordeaux nicht abzubilden. Die Astronomen nutzten mehrere Observatorien und das riesengroße Teleskop vom Europäischen südlichen Observatorium in Chile, um diese bemerkenswerte Entdeckung zu machen.
„Wir wussten nicht, wie viele wir erwarten konnten und freuen uns, so viele gefunden zu haben“, erklärte die Studie-Autorin Núria Miret-Roig und fügte hinzu, dass die Planeten sich in einem Sternentstehungsgebiet Oberer Skorpion und Ophiuchus befänden.
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Die Forscher untersuchten die Daten von boden- und weltraumgestützten Teleskopen über einen Zeitraum von 20 Jahren.
„Wir haben die winzigen Bewegungen, die Farben und die Leuchtkraft von Millionen Quellen in einem großen Bereich des Himmels gemessen“, so Miret-Roig.
„Durch diese Messungen konnten wir die lichtschwächsten Objekte in der Region identifizieren, die Einzelgänger-Planeten.“
Hochpräzise Teleskope wurden gebraucht, um die Planeten zu entdecken:
„Ihr großes Sichtfeld und ihre einzigartige Empfindlichkeit waren der Schlüssel zu unserem Erfolg“, erklärte Hervé Bouy, Astronom und Projektleiter vom französischen astrophysikalischen Observatorium Bordeaux.
Die Untersuchungen der Forscher legen nahe, dass es noch viele weitere sternlose und schwer fassbare Planeten geben könnte.
„Es könnte mehrere Milliarden dieser frei schwebenden Riesenplaneten geben, die sich ohne einen Mutterstern in der Milchstraße frei bewegen“, so Bouy.
Die Entdeckung von neuen Planeten kann Astronomen helfen, Hinweise darauf zu finden, wie sie sich bilden und wie sie dann allein existieren. Als mögliche Gründe für ihr Entstehen werden Kollapse von Gaswolken genannt, die nicht groß genug sind, um einen Stern zu bilden. Zu dem anderen Grund gehört die Annahme, dass sie aus einem Sternensystem weggedrängt wurden.
Die genaue Anzahl der gefundenen Planeten ist schwer zu bestimmen, da es die Beobachtungen den Forschern nicht ermöglichen, die Massen der untersuchten Objekte zu messen. Für die Berechnung wird die Helligkeit der Planeten verwendet, die ihrerseits von dem Alter der Planeten abhängt.
Weitere technologische Fortschritte werden für die Forscher der Schlüssel sein, um das Geheimnis dieser nomadischen Planeten aufzudecken.
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