Registrierung erfolgreich abgeschlossen!
Klicken Sie bitte den Link aus der E-Mail, die an geschickt wurde

Russlands Weg zur digitalen Wirtschaft

© Depositphotos / Aleksandrasova Logo der russischen Währung Rubel
Logo der russischen Währung Rubel - SNA, 1920, 23.12.2021
Abonnieren
Russland treibt seine Digitalisierungsagenda voran. Die Hauptstadt Moskau gilt bei der digitalen Verwaltung inzwischen als Spitzenreiter in Europa. Onlinehandel, Liefer- und Streaming-Dienste florieren, Veranstaltungen finden in Corona-Zeiten häufig online oder in hybriden Formaten statt.
All das ist nicht zuletzt dank der weit ausgebauten stationären und mobilen Internet-Infrastruktur möglich. Vor Corona verfügten bereits drei Viertel der russischen Haushalte über einen Breitbandanschluss. In drei Jahren soll diese Zahl auf 97 Prozent ansteigen. Bei den Behörden und sozialen Einrichtungen soll dieser Wert dann bei 100 Prozent liegen. Dies ist angesichts der großen Entfernungen im Osten und Norden des Landes ein ehrgeiziges Ziel. 5G-Mobilfunknetze sollten in zehn von fünfzehn Millionenstädten Russlands bereits dieses Jahr in Betrieb gehen, was nicht ganz geschafft wurde, wie die Auslandhandelskammer (AHK) Moskau in ihrem Morgentelegramm schreibt.

Ehrgeizige Ziele

Das seit knapp drei Jahren laufende nationale Programm „Digitalwirtschaft der Russischen Föderation“ wird von Vize-Premierminister Dmitrij Tschernyschenko und Minister Maksut Schadajew betreut, der für Digitalisierung, Tele- und Massenkommunikation zuständig ist. Das vorerst bis 2024 ausgelegte Programm verfolgt laut AHK neben den bereits erwähnten Kennzahlen folgende Ziele:
Der Anteil der Digitalwirtschaft am Bruttoinlandsprodukt Russlands soll 2024 bei über fünf Prozent liegen.
Auch der Anteil Russlands an der weltweiten Aufbewahrung und Verarbeitung von elektronischen Daten soll die Fünf-Prozent-Marke erreichen.
Zwischen 2019 und 2024 sollen sich 270.000 russische Bürger digitale Kompetenzen aneignen. Von diesen sollen 120.000 in IT-Studiengängen immatrikuliert werden.
2024 sollen elektronische Ausweise eingeführt werden.
Stadtviertel in der russischen Hauptstadt Moskau, Moskau City - SNA, 1920, 23.12.2021
Boomtown Moskau

Software – Made in Russia

Ein wichtiges Ziel des nationalen Programms ist die Steigerung des Anteils der einheimischen Software, welche föderale und regionale Behörden sowie Staatskonzerne und staatsnahe Unternehmen nutzen. Behörden dürfen 2024 nur noch zehn Prozent ausländische Software erwerben oder mieten, staatsnahe Wirtschaftsakteure immerhin noch dreißig Prozent. Kreditfinanzierte Einkäufe von russischer Software werden aus dem föderalen Haushalt subventioniert. Die einheimische Software muss dabei im entsprechenden staatlichen Register verzeichnet werden, heißt es bei der AHK Moskau.
Newsticker
0
Um an der Diskussion teilzunehmen,
loggen Sie sich ein oder registrieren Sie sich
loader
Chats
Заголовок открываемого материала