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Ammoniak für Deutschland: Russischer Konzern Novatek unterzeichnet Liefervertrag

© SNA / Alexander Galperin / Zur BilddatenbankDer größte private russische Gasproduzent Novatek
Der größte private russische Gasproduzent Novatek - SNA, 1920, 23.12.2021
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Der größte private russische Gasproduzent Novatek und der deutsche Stromproduzent Uniper haben sich auf Eckpunkte für die langfristige Lieferung von kohlenstoffarmem Ammoniak geeinigt. In Deutschland kann das Ammoniak in Wasserstoff umgewandelt oder als „ökologisch sauberer Rohstoff und als Kraftstoff“ genutzt werden.
Demnach liefern die Russen bis zu 1,2 Mio. t. Ammoniak an das Import-Terminal, das Uniper in Wilhelmshaven errichten will. Das Ammoniak soll zukünftig an Kunden von Uniper in Deutschland und Nordwesteuropa geliefert werden. Dazu entwickelt Novatek derzeit auf der Jamal-Halbinsel im Nordwesten Sibiriens eine Anlage zur Herstellung des CO2-armen Ammoniaks, welche die großen Vorkommen an Erdgas nutzen wird. Das bei der Umwandlung von Erdgas in Wasserstoff entstehende Kohlendioxid wird während der Herstellung durch eine hocheffiziente unterirdische Speicherinfrastruktur aufgefangen und gespeichert.

Aus Ammoniak wird Wasserstoff

Uniper hat bereits mit der Planung des Ammoniak-Import-Terminals in Wilhelmshaven begonnen, das mit einem Speicher und einem mit Ökostrom betriebenen Cracker (Anlage zur chemischen Umwandlung) ausgestattet werden soll. Das importierte CO2-arme Ammoniak kann so in gasförmigen Wasserstoff umgewandelt und in das künftige deutsche Pipelinesystem für Wasserstoff eingespeist werden. Alternativ kann Ammoniak auch als Rohstoff oder Kraftstoff direkt an die Abnehmer geliefert werden.
Durch modernste Technologie sowohl auf deutscher wie auf russischer Seite wollen die beiden Unternehmen sicherstellen, dass der CO2-Fußabdruck des gelieferten Ammoniaks weit unter dem Schwellenwert der EU-Taxonomie bleibt.
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Zukunftsrohstoff Wasserstoff

Uniper CEO Klaus-Dieter Maubach erklärt: „Dieses Projekt kann einen wesentlichen Anteil des Bedarfs an CO2-armem Wasserstoff in Deutschland decken. Da die hohe Nachfrage die heimischen Produktionskapazitäten deutlich übersteigt, wird Deutschland, wie auch andere hoch industrialisierte Länder, auf Wasserstoffimporte angewiesen sein. Deshalb bauen wir aktiv globale Partnerschaften und Kooperationen auf und planen die Etablierung von Wilhelmshaven als Drehscheibe für Wasserstoff. Novatek hat bereits eine hochmoderne LNG-Anlage auf der Jamal-Halbinsel aufbauen können. Daher bin ich davon überzeugt, dass das Unternehmen eines der effizientesten und saubersten Ammoniak-Exportprojekte der Welt umsetzen wird.“
Uniper ist mit rund 12.000 Mitarbeitenden in mehr als 40 Ländern das drittgrößte börsennotierte deutsche Energieunternehmen.
Novatek ist das größte private russische Energieunternehmen, das Erdgas und Erdöl in Russland fördert und verkauft.
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