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„Pfefferspray und Schlagstock“ gegen Querdenker: Grünen-Abgeordnete löscht wegen Aufruhr den Tweet

© AFP 2021 / PAUL ZINKENDie Teilnehmer eines Anti-Lockdown-Protestes in Berlin am 1. August 2021. Symbolbild
Die Teilnehmer eines Anti-Lockdown-Protestes in Berlin am 1. August 2021. Symbolbild - SNA, 1920, 23.12.2021
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Die Grünen-Bundestagsabgeordnete Saskia Weishaupt hat in einem Tweet die Polizei aufgerufen, im Zweifelsfall auch Schlagstöcke und Pfefferspray gegen die „Querdenker“ einzusetzen. Nach viel Kritik ist der Tweet inzwischen gelöscht worden.
Ihren Tweet hatte die 28-Jährige auf eine Demonstration gegen die Corona-Maßnahmen in München bezogen, denn Weishaupt wurde für die Grüne gerade über die bayrische Landesliste in den Bundestag gewählt. An der Demonstration hatten sich nach den Polizei-Angaben rund 5.000 Menschen beteiligt, es gab auch gewaltsame Auswüchse, die in elf Festnahmen und 14 Straftaten mit Anzeige resultierten.
„Die Taktik von Querdenker:innen ist es, sich Stück für Stück die Straße zu erkämpfen“, schrieb die 28-Jährige auf Twitter. „Polizei muss handeln und im Zweifelsfall Pfefferspray und Schlagstöcke einsetzen. Wir dürfen ihnen kein Millimeter überlassen!“
Ihre Befürwortung sorgte auf Twitter unter dem Hashtag #Schlagstocksaskia viel Aufruhr und löste viel Shitstorm von Kritikern der Corona-Maßnahmen, aber auch von rechtspopulistischen Accounts. „Menschen wie Saskia sind brandgefährlich. Sie wollen den Polizeistaat. Sie wollen die Freiheit vernichten. Und am Schlimmsten: Sie regieren“, schrieb etwa der Vorsitzende der Jungen Liberalen Benedikt Brechtken.
„Wenn Bundestagsabgeordnete ohne Konsequenzen fordern können, dass die Polizei friedliche Demonstranten niederknüppeln soll, stehen wir in einer Reihe mit allen anderen totalitären und faschistischen Staaten“, schrieb ihrerseits die CDU-Anhängerin Margarita Maler.
Der AfD-Abgeordnete Jürgen Braun schrieb seinerseits: „Grüne Faschisten hassen friedliche Bürger, die einen Spaziergang machen. Sie fordern illegale Gewalt von der Polizei. Solche Grüninnen sitzen jetzt unter uns im Bundestag.“

Weishaupt konkretisiert ihre Stellungnahme

Inzwischen hat Weishaupt ihren umstrittenen Tweet gelöscht. In einer Erklärung dazu schrieb sie: Der Tweet habe den Eindruck erzeugt, dass sie Gewalt gegen eine friedliche Demonstration befürworte. „Das ist aber natürlich nicht der Fall. Ich habe in dem Tweet den Kontext leider nicht darstellen können.“
Ihr Tweet habe sich nicht auf den friedlichen Teil der Demo bezogen, sondern auf eine kleine Gruppe unter ihnen, die vor ihren Augen „mit Gewalt eine Polizeikette durchbrach und dann ohne Masken und Abstand weiterlaufen konnte“. Wer Auflagen einhalte und friedlich sei, müsse aber demonstrieren können, so die Grünen-Politikerin.
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