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 - SNA, 1920
Österreich
Aktuelle Nachrichten aus Österreich

Krippenspiel mit Gecko, der neuen Covid-Koordination Österreichs

CC0 / Alexas_Fotos / Pixabay / Krippe (Symbolbild)
Krippe (Symbolbild) - SNA, 1920, 23.12.2021
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Weihnachten 2021 steht noch immer im Zeichen der Corona-Pandemie. Warum nicht aus der Not eine Tugend machen und die heurige rot-weiß-rote Weihnachtskrippe neu arrangieren? Dachte sich jedenfalls unsere österreichische Gastautorin Daniela Kickl. Und wird damit wohl keine Begeisterung bei Weihnachts-Traditionalisten auslösen.
Österreich ist voll von Tieren, nicht nur von jenen in Nationalparks oder den hohen im Parlament. Auch im Politmarketing werden sie gerne eingesetzt und so können wir Esel und Ochse in diesem Jahr beurlauben. Hier ein Vorschlag für die animalische Krippen-Neubesetzung Corona-Edition 2021.

Der Puma

© SNA / Witali AnkowPuma
Puma - SNA, 1920, 23.12.2021
Puma
Er ist fast ein wenig in Vergessenheit geraten, der Puma. 2018 war er unter Innenminister Herbert Kickl ins Leben gerufen worden. Er ist eine Spezialeinheit der österreichischen Polizei und soll sich um den Grenzschutz kümmern. Auffallend ist sein Logo, denn das Kätzchen verfügt über eine nicht näher definierte Aushöhlung am Hinterteil. Ob das künstlerische Freiheit war oder uns der Schöpfer eine unbekannte, bis dato geheime Botschaft überbringen wollte, ist nicht überliefert. Die Erstellung des Puma-Logos mit Loch verlief jedenfalls sehr österreichisch: für den Auftrag aus dem Innenministerium verzichtete man auf eine Ausschreibung, sondern beauftragte lieber eine Agentur, die der FPÖ nahe stand. Also der Partei des damaligen Innenministers.
In der rot-weiß-roten Corona-Krippe 2021 wird der Puma im Hintergrund patrouillieren und mit wachsamen Augen darauf achten, dass sich kein Unbefugter dem Jesulein nähert.

Der Babyelefant

CC0 / birgl / Pixabay / Babyelefant (Symbolbild)
Babyelefant (Symbolbild) - SNA, 1920, 23.12.2021
Babyelefant (Symbolbild)
Er ist grundsätzlich herziger als der löchrige Puma, wenngleich seine Sympathiewerte durch die Ursache seines Daseins nicht jene Höhen erreichen, die er sich verdient hätte: der Babyelefant. Ersonnen, um den Abstand zwischen Menschen während der Pandemie akkurat zu füllen, konnte er zumindest die Herzen all jener erwärmen, die sich ein kindliches Gemüt bewahren konnten. Wenn schon eine Pandemie, die keiner will oder braucht, dann wenigstens ein sympathisches Tierchen. Man hätte freilich auch einen Bernhardiner oder ein Pony nehmen können. Der jung-dynamische Babyelefant passte aber besser zum damals ebenfalls noch jung-dynamischen Bundeskanzler Sebastian Kurz. In der rot-weiß-roten Corona-Krippe 2021 wird der Babyelefant abwechselnd zwischen zwei menschlichen Figuren der Wahl platziert.

Der Gecko

CC0 / torstensimon / Pixabay / Gecko (Symbolbild)
Gecko (Symbolbild) - SNA, 1920, 23.12.2021
Gecko (Symbolbild)
Absolut neu im Corona-Repertoire ist der Gecko. Die „gesamtstaatliche COVID-Krisenkoordination“ soll Österreich auf die fünfte Welle mit Omikron vorbereiten. Entscheiden darf der Gecko natürlich nichts, er berät die Politik nur. Dafür ist er mit einem Generalmajor ausgestattet, der, wohl um der Ernsthaftigkeit der Situation besonderen Ausdruck zu verleihen, im Tarnanzug zur initialen Gecko-Pressekonferenz erschienen ist. Leider wurde man dennoch auf ihn aufmerksam und ebenso leider ist sein Äußeres nicht ganz so ansehnlich wie jenes des portugiesischen Vize-Admirals Henrique Gouveia e Melo, dem Koordinator der dortigen Impf-Taskforce. Aber da darf man nicht pingelig sein und muss eben nehmen, was man hat.
In der rot-weiß-roten Corona-Krippe 2021 wird der Gecko vorne als getarnter Wachmann platziert.

Tierische Variationen

Der Vorteil der neuen Krippentiere ist ihre vielfältige Einsatzmöglichkeit. Während Ochs und Esel seit gut 2000 Jahren keine eigentlichen Aufgaben bekleiden, kann man in der Corona-Krippe 2021 seine neuen Tierchen durchaus aktiver am Geschehen beteiligen. Der Gecko schlägt Alarm, wenn er die Zugereisten Caspar, Melchior und Balthasar erblickt, und verordnet ihnen umgehend einen PCR-Test. Der Puma ist überhaupt wenig begeistert von den Neuankömmlingen und möchte sie erst gar nicht in die Krippe lassen. Im Hintergrund trötet der Babyelefant und weist auf den zu geringen Abstand hin. Der Gecko schwingt sich daraufhin auf den Rücken des Babyelefanten und reitet auf den Puma zu, der sich reflexartig im Schwanz des Geckos verbeißt. Erschrocken läuft Babyelefant inklusive Reiter davon, was den Gecko dazu veranlasst, seinen getarnten Schwanz abzuwerfen, was wiederum den Puma ratlos zurück lässt.
Maria verteilt geschwind ein paar Reservewindeln für das kleine Jesulein an die drei Weisen aus dem Morgenland, die von diesen gekonnt als Mund-Nasen-Schutz umgebunden werden. Der trauten Übergabe von Weihrauch, Gold und Myrrhe steht nun nichts mehr im Wege!
Für welches Szenario sie sich auch immer entscheiden: Frohe Weihnachten!
Christbaumschmuck - SNA, 1920, 17.12.2021
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