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Rettung von Migranten in Seenot: Italienisches Gericht lässt Anklage gegen Carola Rackete fallen

© AP Photo / Bruno TheveninMigranten in einem Boot im Mittelmeer (Symbolbild)
Migranten in einem Boot im Mittelmeer (Symbolbild) - SNA, 1920, 23.12.2021
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Gegen die deutsche Ex-Kapitänin der „Sea-Watch 3“, Carola Rackete, wird in Italien nicht mehr ermittelt. Das hat die Organisation „Sea Watch“ am Donnerstag bekannt gegeben. Rackete kommandierte ein Schiff, das auch gegenwärtig in Seenot geratene Migranten im Mittelmeer rettet.
Die italienische Justiz auf Sizilien hat ihre Ermittlungen gegen die deutsche Ex-Kapitänin der „Sea-Watch 3“ Carola Rackete eingestellt. Die Ermittlungsrichterin in Agrigent gab einem Antrag auf Archivierung statt, wie aus dem Dekret des Gerichts hervorging. Damit sei die letzte Anklage gegen Rackete gefallen, teilte die in Berlin ansässige Organisation Sea-Watch am Donnerstag mit. Die Entscheidung sei final, da kein Einspruch mehr dagegen erhoben werden könne, erklärte ein Organisationssprecher auf Nachfrage.

Rettung von Migranten in Not im Mittelmeer

Rackete kommandierte die „Sea-Watch 3“ im Juni 2019. Das Schiff fährt auch heute immer noch ins zentrale Mittelmeer, um in Seenot geratene Migranten zur retten, die versuchen, nach Europa zu gelangen. Am Freitagabend will es sein anvisiertes Operationsgebiet im Mittelmeer erreichen. Am 29. Juni 2019 fuhr die „Sea-Watch 3“ entgegen eines Verbots in den Hafen der italienischen Insel Lampedusa ein. Damals war in Italien die Mitte-Rechts-Regierung mit dem damaligen Innenminister Matteo Salvini an der Macht, die eine harte Anti-Migrationspolitik fuhr.

Anklage lautete auf Beihilfe zur illegalen Einwanderung

Rackete wurde in der Folge wegen Beihilfe zur illegalen Einwanderung und der Verletzung eines Artikels im Schifffahrtsgesetz angeklagt. Das Gericht stellte nun fest, dass Rackete rechtens nach ihrer Pflicht gehandelt habe, um die Menschen zu schützen. Es begründete seine Entscheidung damit, dass ein anderer Hafen in der libyschen Hauptstadt Tripolis nicht als „place of safety“ (sicherer Hafen) angesehen werden konnte und ein Schiff lediglich temporär als sicherer Ort gelte.
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