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Deutschland will Ukraine „die Hosen hochhalten“: Putin weist Vorwürfe zu Gazprom-Lieferungen zurück

© SNA / Alexej Witwitskij / Zur BilddatenbankEinrichtungen der Yamal-Europe-Pipeline in der Stadt Zichenau in Polen (Symbolbild)
Einrichtungen der Yamal-Europe-Pipeline in der Stadt Zichenau in Polen (Symbolbild) - SNA, 1920, 23.12.2021
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Bei seiner traditionellen jährlichen Pressekonferenz am Donnerstag hat der russische Präsident Wladimir Putin die Vorwürfe zurückgewiesen, dass Gazprom angeblich Gaslieferungen durch die Jamal-Europa-Pipeline eingestellt habe, und diese Vorwürfe als einen „Versuch, die Dinge wieder auf den Kopf zu stellen“ bezeichnet.
Putin betonte, Gazprom mache derzeit keine Lieferungen durch diese Pipeline, weil die europäischen Länder keine entsprechenden Anweisungen gegeben hätten. Er verwies darauf, dass Deutschland bereits seit einigen Tagen die Pipeline für Rückwärtslieferungen nach Polen nutze. Diese Rückwärtsbewegung von Gas nach Polen schließe die Lieferungen durch die Jamal-Pipeline nach Deutschland aus. Er erklärte, wie es dazu gekommen sei.
„Warum? Da wir Deutschland im Rahmen langfristiger Verträge mit Gas beliefern, ist der Preis dafür drei-fünf-sieben Mal günstiger als bei einem Spot (an den Gas-Börsen, wo Gas zumeist zu deutlich höheren Preisen verkauft wird – Anm. d. Red.). Selbst mit dem Weiterverkauf von einer Milliarde Kubikmeter (vom russischen Gas – Anm. d. Red.) kann man fast eine Milliarde (Euro – Anm. d. Red.) verdienen. Sie (die Deutschen– Anm. d. Red.) haben ihre Gasvolumen aufgebaut und verkaufen diese nun“, so Putin.
Der Präsident wies zudem auf eine Pipeline zwischen Polen und der Ukraine hin, die Gasvolumen von drei Millionen Kubikmetern täglich pumpe. „Ich habe jeden Grund zu der Annahme, dass dieses Gas in die Ukraine fließt“, so der russische Staatschef. Die europäischen Gasverbraucher hätten ein Recht, darüber Bescheid zu wissen, und sollten sich wegen hoher Gaspreise an die zuständigen Behörden wenden, findet der Präsident.
Der russische Präsident Wladimir Putin bei seiner traditionellen jährlichen Pressekonferenz am 23. Dezember 2021 - SNA, 1920, 23.12.2021
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Der Grund für „fehlende Lieferungen“ sei somit, dass man angefangen habe, Gas in die entgegengesetzte Richtung zu pumpen. „Das ist das Problem. Was hat Gazprom damit zu tun?“ fragte Putin. Es gelte, Europa weiter zu beliefern und die Spotpreise zu beeinflussen, statt die Ukraine durch Polen mit Gas zu versorgen, „um jemandem die Hosen hochzuhalten“.

„Die Probleme, die sie (die Europäer – Anm. d. Red.) sich selbst geschaffen haben, sollten sie selbst lösen. Und wir sind bereit, sie dabei zu unterstützen.“

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