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Anerkennung der Taliban? „Keine leere Frage“ für Russland – Putin

© SNA / Michail MetzelRusslands Präsident Wladimir Putin bei der Sitzung mit den Regierungsmitgliedern
Russlands Präsident Wladimir Putin bei der Sitzung mit den Regierungsmitgliedern - SNA, 1920, 23.12.2021
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Der russische Präsident Wladimir Putin hat sich auf seiner Jährlichen Großen Pressekonferenz in Moskau am Donnerstag zu einer möglichen Anerkennung der Taliban*-Regierung in Afghanistan geäußert.
Für Russland sei das „keine leere Frage“, antwortete Putin auf die entsprechende Frage der Agentur Sputnik. Bei diesem Thema würde die Regierung in Moskau das Eindringen von Extremisten in die Grenzrepubliken in Zentralasien und die Verbreitung der afghanischen Opiate befürchten.
Die Entscheidung zu einer Anerkennung der Taliban müsse auf der Realität basieren, hieß es. Zudem sagte Putin, dass Moskau sich eine stabile Lage in der Region wünschen würde.
Was aber die Hilfe für das afghanische Volk betreffe, sollten das die Staaten tun, welche ihm den größten Schaden zugefügt hätten, hieß es weiter. Zum Beispiel könnte man die eingefrorenen Geldreserven – afghanische Bestände in den US-amerikanischen Banken – auftauen.
Anfang August hatten die Taliban vor dem Hintergrund des internationalen Truppenabzugs aus Afghanistan eine großangelegte Offensive gegen die Regierungstruppen gestartet, alle afghanischen Großstädte und Grenzübergänge unter ihre Kontrolle gebracht und das Ende des 20 Jahre langen Krieges verkündet. Das hatte zu einer humanitären Krise im Land und zur Eskalation der Situation mit afghanischen Flüchtlingen geführt.
Hochrangige Taliban-Beamte haben am vergangenen Samstag um internationale Hilfe gebeten, um eine sich verschärfende Wirtschaftskrise in Afghanistan zu bekämpfen. Es wird befürchtet, dass eine solche Lage die Massenflucht aus dem Land provozieren könnte.
UN-Schätzungen zufolge könnten Millionen Afghanen im Winter ohne dringende Hilfe dem Hunger ausgesetzt sein. Die Hilfe werde aber dadurch behindert, dass die internationale Gemeinschaft nicht direkt mit den Taliban zusammenarbeiten wolle, zum Teil aus Sorge um die Frauenrechte und die politische Inklusion im Land.
*Die Organisation ist wegen Terror-Aktivitäten mit UN-Sanktionen belegt
Sitzung zu Afghanistan im Moskauer Format - SNA, 1920, 07.12.2021
Taliban streben eigene UN-Vertretung an
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