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„Werde weiterhin Mahner bleiben“: Lauterbach hält vierte Corona-Impfung für unausweichlich

© REUTERS / ANNEGRET HILSEGesundheitsminister Karl Lauterbach
Gesundheitsminister Karl Lauterbach - SNA, 1920, 22.12.2021
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Im Interview mit Marietta Slomka im ZDF „heute journal“ hat der neue Bundesgesundheitsminister, Karl Lauterbach (SPD), seine Absicht bekräftigt, einen harten Kurs im Kampf gegen die Omikron-Variante des Coronavirus fortzusetzen. Dabei deutete er auch auf die Notwendigkeit einer vierten Impfung an.
Lauterbach wird nach seinen Worten „weiterhin der Mahner und Warner bleiben“, wo es angemessen sei. Er müsse allerdings auch die Probleme lösen und könne nicht nur warnen.
„In dieser neuen Rolle muss ich einen Weg finden, der funktioniert“, so der Gesundheitsexperte.
Lauterbach verteidigte auch die Entscheidung der gestrigen Ministerpräsidentenkonferenz, dass die Beschlüsse erst ab dem 28. Dezember 2021 gelten sollen:
„Wir haben den Ländern eine Deadline gegeben. Aber die Länder können früher agieren, und die Länder sind ja auch in der Pflicht. Das sind ja keine Bundesmaßnahmen, sondern Ländermaßnahmen. <…> Und wir haben ja schon viele Beschlüsse, die gelten. Wir fangen nicht bei Null an.“

„Die sicherste Maßnahme, die wir haben“

Der Gesundheitsminister appellierte erneut an die Eigenverantwortlichkeit der Bürger über Weihnachten und die Feiertage, indem er sie zum Testen aufrief – und „bevorzugt mehrfach“, bevor man reise. Das sei, so Lauterbach, „die sicherste Maßnahme, die wir haben.“ Zugleich machte der Gesundheitsminister deutlich:
„Wir werden eine vierte Impfung brauchen, das ist jetzt schon absehbar.“
Zum Konflikt mit RKI-Chef Lothar Wieler sagte Lauterbach: „Bei mir im Haus wird es keine Zensur von wissenschaftlichen Arbeiten geben, auch keine Zensur dessen, was das Robert Koch-Institut bietet. Möglicherweise war der Zeitpunkt, als die Vorschläge gestern öffentlich geworden sind, nicht optimal, weil man diese Vorschläge nicht mehr tatsächlich studieren konnte, bevor wir uns zusammengesetzt haben. Aber die Vorschläge selbst werden natürlich registriert und auch ausgewertet.“
Deutschlands neuer Gesundheitsminister Karl Lauterbach - SNA, 1920, 22.12.2021
Lauterbach zeigt sich überrascht von RKI-Empfehlung – Wieler verteidigt sein Vorgehen

Aktuelle Corona-Lage in Deutschland

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz ist im Vergleich zum Vortag gesunken. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab den Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Mittwochmorgen mit 289,0 an.
Am Vortag hatte der bundesweite Wert bei 306,4 gelegen, vor einer Woche bei 353,0 (Vormonat: 386,5). Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 45.659 Corona-Neuinfektionen. Vor genau einer Woche waren es 51.301 Ansteckungen.
Am Sonntag hatte der Expertenrat der Bundesregierung vor einer „explosionsartigen“ Verbreitung der Omikron-Variante gewarnt und „gut geplante und gut kommunizierte Kontaktbeschränkungen“ empfohlen.
Das RKI verlangte daraufhin kurz vor der Bund-Länder-Runde am Dienstag weitreichendere Maßnahmen, als sie dann später durch die Ministerpräsidenten der Länder sowie den Bundeskanzler Olaf Scholz beschlossen wurden. In den Empfehlungen war unter anderem die Rede von „maximalen“ Kontaktbeschränkungen.
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