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Nato versetzt Krisenkräfte in erhöhte Einsatzbereitschaft wegen Russland – Medien

© REUTERS / Pascal RossignolNato-Logos sind vor einer Tagung der Verteidigungsminister der Allianz in Brüssel (Archivbild)
Nato-Logos sind vor einer Tagung der Verteidigungsminister der Allianz in Brüssel (Archivbild) - SNA, 1920, 22.12.2021
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Auf die Truppenaufmärsche Russlands nahe der ukrainischen Grenze hat nun die Nato eine konkrete Maßnahme folgen lassen und die Einsatzbereitschaft ihrer 40.000 Soldaten umfassenden schnellen Eingreiftruppe (Nato Response Force, NRF) für Krisenfälle erhöht. Darüber berichtet die Zeitung „Welt“ unter Berufung auf einen ranghohen Nato-Diplomaten.
Demnach müssen innerhalb der NRF die als sogenannte Nato-Speerspitze bekannten Einsatztruppen mit besonders hoher Mobilität (Very High Readiness Joint Task Force – VJTF) seit Montag innerhalb von fünf Tagen einsatzbereit für die Verlegung in ein Krisengebiet sein.
Weiter wird berichtet, dass derzeit die multinationale VJTF von der Türkei geführt werde. Diese Truppe umfasse rund 6400 Soldaten und Soldatinnen. 2023 soll Deutschland die Führung der VJTF übernehmen.
Auch andere Einheiten der NRF, wie Spezialkräfte oder Logistiker, sollen in erhöhte Alarmbereitschaft versetzt worden, sodass auch sie im Krisenfall jetzt deutlich schneller für eine Verlegung bereit sein müssen.
Bei der Einsatzbereitschaft geht es um den Zeitraum, in dem die Einsatzkräfte inklusive militärischem Gerät für den Abtransport durch Flugzeuge oder Hubschrauber bereit sein müssen, – nicht um die Ankunft im Krisengebiet.

Schutz für östliche Mitgliedstaaten sicherstellen

Laut den der „Welt“ vorliegenden Informationen wurde dieser Schritt in der vergangenen Woche vom Nordatlantikrat, in dem alle Mitgliedsländer vertreten sind, beschlossen. Zuvor hatte der Oberbefehlshaber des Bündnisses für Operationen, der US-Vier-Sterne-General Tod D. Wolters, den Regierungen der Nato-Länder eine Verkürzung der Mobilisierungsfristen vorgeschlagen.
Dabei geht es der Zeitung zufolge neben dem Ukraine-Konflikt auch darum, den Schutz der Alliierten für die östlichen Mitgliedstaaten – nämlich Polen, Rumänien, Baltische Republiken – zu verstärken.
Des Weiteren heißt es in dem Artikel, ein Nato-Sprecher habe die neuen Beschlüsse öffentlich nicht bestätigen wollen und soll lediglich gesagt haben, dass Russlands „bemerkenswerter militärischer Aufwuchs“ in und um die Ukraine unbegründet sei und die Sicherheit in Europa unterminiere.
„Die Nato-Alliierten haben deutlich gemacht, dass Russland transparent sein muss, deeskalieren und die Spannungen reduzieren muss, und wir haben auch deutlich gemacht, dass jede weitere Aggression Kosten und Konsequenzen haben wird. Die Politik der Nato gegenüber Russland bleibt konsistent: Verteidigung und Dialog“, schreibt die „Welt“ mit Verweis auf den Sprecher.
Seit der „illegalen Annexion der Krim durch Russland“ im Jahr 2014, habe die Nato die „größte Verstärkung der kollektiven Verteidigung unternommen“, wozu auch die Einrichtung multinationaler Kampftruppen im Ostteil der Allianz gehöre, heißt es weiter.
„Die Maßnahmen der Nato sind defensiv, angemessen und sie stehen in Einklang mit unseren internationalen Verpflichtungen. Wir bleiben wachsam und werden immer alle notwendigen Maßnahmen ergreifen, um unsere Alliierten zu schützen und sie vor jeder Art von Bedrohung zu verteidigen“, so der Sprecher weiter.
Die russische Flagge weht auf dem Dach der russischen Botschaft in Kiew (Archivbild) - SNA, 1920, 22.12.2021
Panik pur in der Nato: Russland ist nicht zu bändigen! – Wiener Geopolitiker

Konflikt zwischen Russland und Westen wegen Ukraine

Bei der Ukraine und dem Westen läuten in der letzten Zeit wegen einer angeblichen Konzentration russischer Truppen in der Nähe der ukrainischen Grenze die Alarmglocken. Demnach soll Russland dort derzeit zwischen 75.000 und 100.000 Soldaten zusammengezogen haben.
Befürchtet wird, dass es zu einem Angriff seitens Russlands auf das Nachbarland kommen könnte. Seitdem drohen mehrere westliche Staaten Russland mit Konsequenzen und sagen eine angebliche Invasion des Staates gegen die Ukraine voraus.
Russland sieht sich durch das Heranrücken der Nato an seine Grenzen bedroht. Das Außenministerium in Moskau hatte am vergangenen Freitag Entwürfe von Sicherheitsverträgen an die USA und die Nato gerichtet. Die vorläufigen Dokumente enthalten Sicherheitsgarantien, wonach die nordatlantische Allianz fortan auf die Erweiterung in den Osten und die Aufnahme ehemaliger Sowjetrepubliken verzichten soll.
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