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Fall Nicole Schalla: Verurteilter Mörder flieht kurz vor Haftantritt – Polizei fahndet mit Fotos

CC0 / 4711018 / Pixabay / Kriminalität (Symbolbild)
 Kriminalität (Symbolbild) - SNA, 1920, 22.12.2021
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Der zuletzt in Münster lebende Ralf H., der im Januar für den Mord an der damals 16-jährigen Schülerin Nicole-Denise Schalla zu lebenslanger Haft verurteilt worden war, ist kurz vor seinem Haftantritt am Dienstag geflüchtet. Nun fahndet die Polizei nach dem Mörder und bittet um Hinweise. Über den Vorfall berichtete die „Bild“-Zeitung.
Der 56-jährige Täter soll demnach um 20.10 Uhr in Münster seine Fußfessel abgelegt haben und geflohen sein, kurz bevor er seine Haft hätte antreten müssen. Gegen den Verurteilten wurden Vollstreckungshaftbefehl erlassen und Fahndungsmaßnahmen eingeleitet.
Die Polizei veröffentlichte im Rahmen ihrer Fahndung am Mittwochnachmittag Fotos von dem Mann mit dem Aufruf: „Die Bevölkerung wird um Mithilfe bei der Suche nach dem Flüchtigen gebeten.“ Der Flüchtige wird als 1,80 Meter groß, etwa 80 Kilo schwer und schlank mit langem, braunem, schütterem Haar und blau-grauen Augen beschrieben.
Wie ein Sprecher der Staatsanwaltschaft erklärte, wurde das Urteil nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshof vor wenigen Tagen rechtskräftig. Am Dienstag sei die Staatsanwaltschaft darüber in Kenntnis gesetzt worden, woraufhin sie die Haft vollstrecken lassen wollte.
Anwältin Arabella Pooth, die Nicole Schallas Eltern als Nebenkläger vor Gericht vertreten hatte, sagte am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur (DPA): „Es war klar, dass der Mann sich seiner Haftstrafe nicht stellen würde.“
Dass er seinerzeit nach dem Prozess zunächst auf freiem Fuß geblieben sei, sei rechtlich zwar möglich gewesen, aus ihrer Sicht aber falsch. Dass der Mann nun verschwunden sei, sei für die Eltern des Opfers „eine Katastrophe“ und nicht zu begreifen.
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Mord an Nicole Schalla

Ralf Hörstemeier war im Januar, rund 27 Jahre nach dem gewaltsamen Tod der damals 16-jährigen Nicole Schalla zu lebenslanger Freiheitsstrafe verurteilt worden. Da die Justiz keine Fluchtgefahr sah und das Urteil noch nicht rechtskräftig war, blieb der Mörder nach dem Schuldspruch frei – bekam jedoch eine Fußfessel.
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