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Von Dach gestürzt: Teenager nach Gefängnis-Fluchtversuch verhandlungsunfähig

CC0 / ErikaWittlieb/Pixabay / Gefängnis (Symbolbild)
Gefängnis (Symbolbild) - SNA, 1920, 21.12.2021
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In Ulm hat sich ein minderjähriger Verdächtiger bei einem Fluchtversuch aus einem Gefängnis schwer verletzt und ist nicht mehr verhandlungsfähig. Gegen den jungen Mann, der wegen eines Messerangriffs beschuldigt wurde, kann nun keine Anklage erhoben werden.
Wie die Staatsanwaltschaft Ulm am Montag mitteilte, war der 15-Jährige im Juli verhaftet worden. Er steht im Verdacht, in Erbach einen Bekannten durch Messerstiche in den Oberkörper lebensbedrohlich verletzt zu haben. Das 16-Jährige Opfer musste notoperiert werden und konnte später wieder aus dem Krankenhaus entlassen werden.
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Der mutmaßliche Täter befand sich während seiner Untersuchungshaft in der Justizvollzugsanstalt Ulm. Bei einem Versuch, aus der Anstalt auszubrechen, soll er sich Anfang August derart schwer verletzt haben, dass seine Verhandlungsfähigkeit vollkommen aufgehoben wurde.
„So stürzte er aus etwa 15 Metern Höhe auf ein parkendes Auto, als er über das Dach der Justizvollzugsanstalt fliehen wollte“, teilte die Staatsanwaltschaft mit.
Der junge Mann habe sich bei seinem Sturz schwerwiegende Kopfverletzungen zugezogen und befinde sich derzeit in einer Langzeit-Rehaeinrichtung. „Ob seine Verhandlungsfähigkeit wiederhergestellt werden wird, ist unklar und wird in regelmäßigen Abständen gutachterlich überprüft.“
Der Beschuldigte sei derzeit auf nicht absehbare Zeit verhandlungsunfähig, weshalb gegen ihn bislang auch noch keine Anklage erhoben werden könne, hieß es aus der Staatsanwaltschaft weiter. „Die Verhandlungsfähigkeit eines Angeklagten ist ein von Amts wegen zu prüfendes, absolutes Verfahrenserfordernis, ohne welche gegen einen Angeklagten keine Hauptverhandlung geführt werden darf.“
Das Ermittlungsverfahren gegen den 15-jährigen mutmaßlichen Messerstecher sei vorläufig eingestellt worden.
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