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„Rein kommerzielle Entscheidung“: Russland stoppt erneut Gas-Lieferung über Jamal-Europa-Pipeline

© SNA / Iwan Rudnew / Zur BilddatenbankGaskompressorstation "Neswidschskaja" in Weißrussland (Jamal-Europa-Pipeline)
Gaskompressorstation Neswidschskaja in Weißrussland (Jamal-Europa-Pipeline) - SNA, 1920, 21.12.2021
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Russland hat am Dienstag erneut die Erdgas-Lieferung über die russisch-europäische Pipeline Jamal-Europa gestoppt. Laut dem Kreml-Sprecher Dmitri Peskow ist dies eine rein kommerzielle Entscheidung, die nichts mit Politik zu tun hat.
Wie bereits an neun Tagen Anfang November, wurde an der Verdichterstation Mallnow (Brandenburg) seit dem Morgen Gas in die entgegengesetzte Richtung nach Polen gepumpt. Die Liefermenge war bereits in den drei Tagen zuvor deutlich reduziert worden, wie aus im Internet veröffentlichten Daten des Gasnetzbetreibers Gascade hervorgeht.
Peskow bezeichnete den Schritt als wirtschaftliche Entscheidung und keine politische.
„Nein, dies ist eine absolut kommerzielle Situation. Nach den konkreten Gründen sollte man Gazprom selbst fragen. Aber hier gibt es keinen Zusammenhang, dies ist eine absolut kommerzielle Situation“, sagte er gegenüber Reportern auf die Frage, was der Grund zunächst für den Rückgang der Gaslieferungen über die Pipeline und dann für das Umschalten auf Revers sei und ob es einen Zusammenhang mit den gestoppten Gaslieferungen nach Deutschland und der Befüllung des zweiten Strangs von Nord Stream 2 gebe.
Aus Gazprom hieß es, das Unternehmen liefere Gas nach Europa gemäß den Anforderungen der Verbraucher in voller Übereinstimmung mit den aktuellen vertraglichen Verpflichtungen.
Dass in Mallnow Gas in die andere Richtung fließe, sei nichts Außergewöhnliches, sagte ihrerseits eine Gascade-Sprecherin.
Für den Betrieb von Nord Stream 2 von Russland nach Deutschland steht weiter die Genehmigung der Bundesnetzagentur aus. Kritiker sehen in der Gasleitung vor allem ein geopolitisches Projekt Moskaus.
Gazprom soll für Dienstag keine Transportkapazitäten in Richtung Deutschland gebucht haben. Stattdessen sei das Gas in die entgegengesetzte Richtung gepumpt worden – von Deutschland nach Polen. Am Montag betrug die Menge in Richtung Deutschland demnach nur 3,8 Millionen Kubikmeter Gas. Im November waren Berichten zufolge noch täglich zwischen 30 Millionen und 40 Millionen Kubikmeter Gas durch die Jamal-Pipeline gepumpt worden.
Ukrainische Flagge  - SNA, 1920, 18.12.2021
Kiew fordert von Berlin mehr Militärhilfen und Stopp von Nord Stream 2
Rund zwei Drittel des nach Deutschland importierten Gases stammen laut der Bundesnetzagentur aus Russland und GUS-Staaten. Die in Deutschland ankommenden Gasimporte werden zu großen Teilen durchgeleitet, häufig nach Österreich und in die Niederlande. 2020 gelangten gut 23 Prozent des russischen Gases über Polen nach Deutschland.
Die am Dienstag nach Polen geleitete Gasmenge war zunächst vergleichsweise gering. Hochgerechnet auf 24 Stunden lag der Energiegehalt der Menge bei 30 Gigawattstunden. Am 3. November hatte der Wert dagegen noch bei 132 Gigawattstunden gelegen.
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