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Omikron-Variante in Münchener Abwasser nachgewiesen – LMU Klinikum

CC0 / PublicDomainPictures / Pixabay / Mikroskop (Symbolbild)
Mikroskop (Symbolbild) - SNA, 1920, 21.12.2021
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Ein Forschungsteam vom Tropeninstitut am LMU Klinikum München hat die Omikron-Virusvariante in Abwasserproben des Münchener Stadtgebiets nachgewiesen. Dr. med. Andreas Wieser, Leiter des Forschungsteams, sagte, die Verbreitung der Virusvariante sei größer als bislang angenommen.
Im Münchener Abwasser wurden Spuren der Corona-Virusvariante Omikron festgestellt. Das teilte das LMU Klinikum München am Dienstag mit. Ein Forschungsteam des Tropeninstituts am LMU Klinikum analysiert seit April 2020 zunächst ein- und inzwischen zweimal wöchentlich Proben aus der Münchener Kanalisation. Laut der aktuellen Mitteilung wurde die neue Virusvariante in Abwasserproben ab dem 7. Dezember 2021 nachgewiesen.
Die Proben stammen aus vier Standorten in München und an einer Kläranlage. Die Forschenden stellten Spuren der Coronavirus-Variante Omikron in fünf von sechs Proben fest. Die Abwasserproben mit Nachweis von Omikron waren an verschiedenen Standorten entnommen worden. Da die Proben rückwirkend analysiert wurden, ließ sich als Zeitraum für das Auftreten von Omikron in der Münchner Bevölkerung die Kalenderwoche 49 feststellen.
PD Dr. med. Andreas Wieser, Leiter des Projektteams, erklärte:
„In den Proben konnten wir geringe Mengen an Sequenzen nachweisen, die für die Omikron-Variante als spezifisch gelten. Dies weist darauf hin, dass die Verbreitung dieser Virusvariante in München schon in der Kalenderwoche 49 größer war als bislang angenommen. Dies unterstreicht den wichtigen Beitrag des Abwasser-Monitorings auf die Beschreibung des Infektionsgeschehens. Hierzu sind nun Folgeuntersuchungen notwendig.“
Angesichts der Ausbreitung von Omikron betonte Wieser die Wichtigkeit von Booster-Impfungen, Maske tragen und der Vermeidung unnötiger Kontakte. Ähnlich äußerte sich auch Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek: „Ich bitte alle Menschen im Freistaat: Halten Sie sich an die Kontaktbeschränkungen und vermeiden Sie alle nicht notwendigen Kontakte! Omikron darf nicht der heimliche Gast auf der Weihnachtsfeier werden, daher gilt auch an Weihnachten die Bitte, Vorsicht und Umsicht walten zu lassen. Leider liebt gerade Omikron Gesellschaft, daher meine Bitte: Lassen Sie sich testen, und vor allem: impfen! Insbesondere die Booster-Impfung bietet einen guten Schutz vor schweren Verläufen.“
Coronavirus-Variante Omikron - SNA, 1920, 21.12.2021
Sieben Omikron-Folgen für Deutschland
Das im April 2020 begonnene Abwasser-Monitoring-Projekt in München ist eine der ersten und längsten Untersuchungen zur Nachverfolgung der SARS-CoV-2 RNA Viruslast im Abwasser weltweit und insbesondere in Deutschland. Zwischen dem Anstieg von Corona-Neuinfektionen und den offiziellen Meldezahlen vergehen oft etliche Tage. Schneller und effektiver läuft die Viruserkennung über das Abwasser – so lassen sich die Dynamik der Pandemie und die Ausbreitung neuer Varianten in der Bevölkerung frühzeitig erkennen. Dies bestätigten auch die im Sommer 2021 in der Fachzeitschrift „Science of the Total Environment“ veröffentlichten bisherigen Ergebnisse der Verlaufsstudie.
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