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Sieben Omikron-Folgen für Deutschland

© REUTERS / DADO RUVICCoronavirus-Variante Omikron
Coronavirus-Variante Omikron - SNA, 1920, 21.12.2021
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Die Omikron-Variante des Coronavirus breitet sich schneller aus als Delta. Laut dem WHO-Direktor Tedros Adhanom Ghebreyesus infiziert die Mutante auch Menschen, die bereits geimpft oder genesen sind. Wir haben anhand der jüngsten Prognosen und Mitteilungen analysiert, welche Folgen Omikron für Deutschland haben kann.
„Es gibt nun den Beweis, dass sich Omikron deutlich schneller ausbreitet als die Delta-Variante“, zitierten Medien Ghebreyesus am Montag. Es sei auch wahrscheinlicher, dass Menschen, die geimpft oder genesen seien, sich anstecken oder wieder anstecken. Welche Folgen kann diese Mutation für Deutschland mit sich bringen? Ob einige Auswirkungen der Virus-Variante bereits zu spüren sind? Wir präsentieren Ihnen nun eine Liste der Omikron-Folgen, die hierzulande festgestellt werden können beziehungsweise bereits festgestellt worden sind.

Schärfere Einschränkungen zum Jahresende

Ab dem 28. Dezember sollen private Zusammenkünfte von Geimpften und Genesenen auf maximal zehn Personen begrenzt werden, wie aus einer Beschlussvorlage für das Bund-Länder-Treffen hervorgeht, die der Nachrichtenagentur Reuters vorlag. Kinder bis zur Vollendung des 14. Lebensjahres seien davon ausgeschlossen. Zudem sollen spätestens ab dem 28. Dezember „überregionale Sport-, Kultur- und vergleichbare Großveranstaltungen“ ohne Zuschauer stattfinden, hieß es in einem überarbeiteten Entwurf, über den Reuters ebenfalls am Montagabend mitteilte. Zuvor waren stattdessen Begrenzungen der Zuschauerzahlen anvisiert worden. Betreiber kritischer Infrastrukturen wie Polizei, Feuerwehr und Krankenhäuser werden aufgefordert, ihre Pandemiepläne „umgehend zu überprüfen, anzupassen und zu gewährleisten, dass diese kurzfristig aktiviert werden können“. Clubs und Diskotheken in Innenräumen sollen geschlossen werden, hieß es weiter.

Bußgeld bei Verstoß gegen Impfpflicht denkbar

Justizminister Marco Buschmann will Verstöße gegen eine mögliche allgemeine Impfpflicht mit einkommensgestaffelten Bußgeldern ahnden.
„Niemand soll gegen seinen Willen mittels physischen Zwangs geimpft werden“, sagte Buschmann den Zeitungen der Funke Mediengruppe.
Denkbar wäre es stattdessen, einen Verstoß gegen die Impfnachweispflicht als Ordnungswidrigkeit mit einem Bußgeld zu ahnden. Bei der Bemessung könnte die finanzielle Lage im Einzelfall Berücksichtigung finden. Zugleich ruft Buschmann dazu auf, weiter auf Überzeugung und Aufklärung zu setzen.

Stärkere Bremsung der deutschen Konjunktur

Sollten aufgrund neuer Virus-Varianten umfangreiche, länger anhaltende Schutzvorkehrungen notwendig werden, dürften letztere im Inland den privaten Konsum beeinträchtigen, und eine schwächere Weltwirtschaft würde die deutschen Exporte und die Investitionen belasten, so die Bundesbank zu einer Risikobeurteilung in ihrem Dezember-Monatsbericht „Perspektiven der deutschen Wirtschaft für die Jahre 2022 bis 2021“. Zudem würde eine schwächere Weltwirtschaft die deutschen Exporte und die Investitionen belasten.
„Insgesamt könnte die Wirtschaft in einem solchen ungünstigen Szenario einen größeren Rückschlag erleiden“, so die Bundesbank weiter.

Negative Auswirkung auf Börsen

Die Angst vor Omikron drückte den bedeutendsten deutschen Aktienindex, den DAX, nach unten, teilte Reuters mit. Am Montagabend sank dieser um 1,9 Prozent.
Coronavirus-Variante Omikron - SNA, 1920, 20.12.2021
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Passagierzahlen im Sinkflug

Die Passagierzahlen im deutschen Luftverkehr gehen seit Wochen nach Daten der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Verkehrsflughäfen (Flughafenverband ADV) mit schärferen Corona-Reiserestriktionen zurück. So ist die Zahl der Fluggäste allein in der Kalenderwoche 49 (vom 6. bis 12. Dezember) von 1,702 Millionen in der Vorwoche auf 1,567 Millionen gesunken. Dies geht aus den wöchentlichen Verkehrszahlen hervor, die vom ADV am Montag veröffentlicht worden sind. Gegenüber dem Vorkrisenzeitraum 2019 sei das ein Minus von 60,5 Prozent.

Überlastung des Gesundheitssystems

Eine Überlastung des Gesundheitssystems könne nur durch einen bundesweiten Lockdown für alle verhindert werden, teilte die Agentur Reuters unter Verweis auf die Deutsche Gesellschaft für Immunologie am Montag mit. Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) hatte zuvor vor einer weiteren Eskalation der Situation in deutschen Krankenhäusern gewarnt. „Diese fünfte Welle würde uns nach den Berechnungen der Wissenschaftler treffen, noch bevor die aktuell hohe Belegung auf den Intensivstationen deutlich gesunken ist. Wir sehen in Großbritannien und Dänemark, dass durch die hohen Infektionszahlen auch deutlich mehr Beschäftigte im Gesundheitswesen coronabedingt ausfallen. Noch mehr schwerkranke Patienten und zeitgleich massive Personalausfälle wäre eine weitere Eskalation der Situation, die über das bisherige hinausgeht“, sagte der DKG-Vorstandsvorsitzende, Gerald Gaß, der Zeitung „Rheinische Post“.

Funktionsfähigkeit des Staates ist bedroht

Der Städte- und Gemeindebund sieht durch die rasante Ausbreitung der Omikron-Variante die Funktionsfähigkeit des Staates bedroht. Wenn viele Beschäftigte bei Feuerwehr, Polizei, Gesundheitsämtern, Ordnungsämtern, Verwaltungen und in Krankenhäusern ausfielen, „sind unsere Reaktionsmöglichkeiten beschränkt“, sagte Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg den Zeitungen der Funke Mediengruppe. „Es kann sein, dass als letzter Ausweg nur ein flächendeckender Lockdown als Reaktionsmöglichkeit bleibt.“
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