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Moderne Waffen in russischer Armee und Spannungen in Europa: Experte zu jüngster Rede von Putin

© SNA / Wladimir SergejewFlagge Russlands und der EU
Flagge Russlands und der EU - SNA, 1920, 21.12.2021
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In einem Interview mit SNA äußerte sich der Vizepräsident des russischen Nationalen Instituts für globale Sicherheitsstudien, Wladimir Kosin, zur jüngsten Rede von Präsident Putin und zu den Kooperationsvorschlägen, die Russland an das Nato-Hauptquartier geschickt hatte, ebenso zur Reaktion des Westens darauf.
In einer erweiterten Sitzung des Kollegiums des Verteidigungsministeriums sagte der russische Präsident, Wladimir Putin, der Anteil moderner Waffen in der russischen Armee habe 71 Prozent überschritten, in den strategischen Nuklearstreitkräften seien es 89 Prozent.
Das Staatsoberhaupt ging in seiner Rede auf die schwierige Situation ein, die sich in Europa in den letzten Monaten entwickelt hat. Die Verantwortung für die Verschlechterung der Lage tragen ihm zufolge die USA, die sich aus diversen Abkommen zur strategischen Stabilität und zum Ausbau der Nato zurückziehen. Er sagte, von Washington brauche Russland rechtliche Sicherheitsgarantien und keine verbalen Zusicherungen. Gleichzeitig werde Russland angemessene militärisch-technische Maßnahmen bei unfreundlichen Schritten ergreifen.
Als Grund für den Anstieg des Anteils der modernen Waffen nannte das Staatsoberhaupt die Arbeiten zur groß angelegten Modernisierung von Heer und Marine. „Die Entwicklung der neuesten Waffentypen ist in hohem Tempo vorangeschritten, einige von ihnen – die Avangard- und Dagger-Komplexe – wurden in Alarmbereitschaft versetzt“, fügte er hinzu. Anfang Dezember sagte Putin, Russland sei den USA bei modernen Waffen voraus. Ende November hatte der Präsident das Auftauchen von Hyperschallwaffen in Russland angekündigt.
„In seiner Rede sagte Putin, dass Russland keinen Krieg mit den USA und der Nato führen werde, sondern bereit sei, Probleme mit friedlichen – politischen und diplomatischen – Mitteln zu lösen. Gleichzeitig wurde klar angekündigt, dass von russischer Seite Gegenmaßnahmen ergriffen werden würden. Es wurde erklärt, dass wir nicht bis auf unbestimmte Zeit warten könnten, bis die Nato und die Vereinigten Staaten auf die russischen Vorschläge reagieren. Es wäre schön, wenn es vor dem katholischen Weihnachtsfest oder vor dem 1. Januar 2022 geschehen würde“, betonte Militärexperte Kosin gegenüber SNA.
Putin spricht in einer erweiterten Sitzung des Kollegiums des russischen Verteidigungsministeriums. - SNA, 1920, 21.12.2021
Putin: Russland hat genug von Manipulationen des Westens
Er erinnerte daran, dass die Bedrohung durch die USA und die Nato nicht jetzt, sondern nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs entstanden sei. Sie sei derzeit von kombinierter Natur.
„Bereits im Mai 2012, beim Nato-Gipfel in Chicago, wurde die sogenannte Chicago Triade geschaffen. Es handelt sich um einen operativ-strategischen Mechanismus, der Atomraketen, Raketenabwehr und konventionelle Waffen umfasst. Diese Triade steht vor der Haustür Russlands und des mit uns verbündeten Staates, der Republik Weißrussland. Es ist eine zukunftsorientierte Einrichtung. Vor diesem Hintergrund wird in den Dokumentenentwürfen, die Russland am 15. Dezember an die amerikanischen Vertreter im Nato-Hauptquartier geschickt hat, dem nuklearen Faktor besondere Aufmerksamkeit gewidmet, drei Artikel behandeln die nukleare Abschreckung in Europa. Die russische Führung hat heute in einer Sitzung des Kollegiums des Verteidigungsministeriums erneut die sehr gefährliche Natur des Aufstellens verschiedener Arten von US- und Nato-Waffen in der Nähe der russischen Grenze betont. Besondere Aufmerksamkeit wird auf die Flüge der US-amerikanischen schweren strategischen Luftwaffe in der Nähe unserer Grenzen gelenkt.“
Der russische Verteidigungsministers Sergej Schoigu  - SNA, 1920, 21.12.2021
Schoigu: Russische nukleare Triade zu 90 Prozent mit modernen Waffen ausgerüstet
Der Militärexperte wies darauf hin, dass der Oberbefehlshaber der Nato-Streitkräfte in Europa, der amerikanische General Walters, bereits nach der Vorlage zweier Vertragsentwürfe durch Russland beim Nato-Hauptquartier eine Aufstockung des Einsatzes der US-Streitkräfte in Rumänien und Bulgarien gefordert habe, und zwar nicht nur an der Süd-, sondern auch an der Ostflanke des Bündnisses. Demnach sei die Reaktion der Nato und der USA auf die russische Initiative leider negativ, stellt der russische Experte fest.
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