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Aus Angst vor „nächstem Schritt“ Putins: USA und Großbritannien entsenden Cyberexperten in Ukraine

© REUTERS / Gleb GaranichState flags of Ukraine, European Union and U.S.
State flags of Ukraine, European Union and U.S. - SNA, 1920, 21.12.2021
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Die USA und Großbritannien haben nach Angaben der Zeitung „The New York Times“ insgeheim Experten für Cyber-Kriegsführung in die Ukraine entsandt, um das Land vor möglichen Cyberangriffen vonseiten Russlands zu schützen.
Die Sorgen der westlichen Staaten wegen einer möglichen Invasion Russlands in die Ukraine bieten einen Nährboden für weitere Spekulationen. Die USA und Großbritannien haben laut „The New York Times“ ein Cyber-Experten-Team in die Ukraine entsandt, um dem Land bei der Abwehr möglicher russischer Cyberangriffe zu helfen.
Die Zeitung berichtete darüber mit Verweis auf das Jahr 2015, als es in der Ukraine zu einem großflächigen Stromausfall infolge eines Hackerangriffs gekommen war. Damals haben mehrere Sicherheitsfirmen aus den USA, Deutschland und der Ukraine eine Hackergruppe aus Russland dafür verantwortlich gemacht.
„Die Vereinigten Staaten und Großbritannien haben jetzt heimlich Cyber-Experten in die Ukraine geschickt, in der Hoffnung, das Land auf den ihrer Ansicht nach nächsten Schritt des russischen Präsidenten Wladimir Putin vorzubereiten <…>“, heißt es in dem Blatt.
Es gehe um „Cyberangriffe, die darauf abzielen, Stromnetze, das Bankensystem und andere wichtige Komponenten der Wirtschaft und der Regierung der Ukraine lahmzulegen“.

„Hauptziel” des russischen Präsidenten

Des Weiteren schreibt die Zeitung unter Berufung auf die US-Geheimdienste, Russland würde auf diese Weise versuchen, den ukrainischen Präsidenten, Wladimir Selenski, als „unfähig und wehrlos“ darzustellen und dies möglicherweise zum Vorwand für eine Invasion in die Ukraine nehmen.
„In gewisser Hinsicht hat die russische Cyberkampagne gegen die Ukraine nie aufgehört“, zitiert „The New York Times“ US-Beamte.
Dem führenden Ermittler russischer Cyberaktivitäten, Dmitri Alperowitsch, zufolge handelt es sich dabei um eine großangelegte Kampagne, die auf zahlreiche ukrainische Regierungsbehörden abzielt – „einschließlich der nationalen Polizei und der Elektrizitätswerke“. Putin, so Alperowitsch, betrachte die Cyberangriffe als „Vorbereitung des Schlachtfelds“.
Ferner berichtet die Zeitung unter Berufung auf US-Beamte, dass eine militärische Invasion Russlands „alles andere als sicher“ sei. „Die aktuelle Einschätzung der US-Regierung ist, dass er (Putin – Anm. d. Red.) keine Entscheidung getroffen hat“, hatte zuvor der Nationale Sicherheitsberater von Präsident Joe Biden, Jake Sullivan, gesagt.
Die russische Cyberaktivität soll von einer Großzahl von Beamten diskutiert worden sein, die anonym bleiben wollten. Besprochen wurde dabei dem Artikel zufolge, ob Putin durch „die Schwächung der ukrainischen Infrastruktur“ sein Hauptziel erreichen könne – nämlich „die ukrainische Regierung zu stürzen und sie durch einen Drahtzieher zu ersetzen“.
„Die von Russland geführten Informationskampagnen konzentrierten sich darauf, die ukrainische Regierung zu verunglimpfen und ihren Präsidenten zu beschuldigen, eine humanitäre Krise im Osten des Landes verursacht zu haben <…>“, schreibt das Blatt.
Ein britischer Regierungssprecher soll „The New York Times“ mitgeteilt haben, dass die Hilfe der USA und Großbritanniens für die Ukraine einen „defensiven Charakter“ habe. Die US-Administration teilte ihrerseits mit, dass die US-Behörden seit längerer Zeit die Bemühungen der Ukraine unterstützten, ihre Cyberabwehr zu stärken und die Cyber-Resilienz zu erhöhen.
Russlands Außenminister Sergej Lawrow - SNA, 1920, 21.12.2021
USA zeigen Gesprächsbereitschaft beim Thema Sicherheitsgarantien – Lawrow

Spannung zwischen Russland und Westen

Bei der Ukraine und dem Westen läuten in der letzten Zeit wegen einer angeblichen Konzentration russischer Truppen in der Nähe der ukrainischen Grenze die Alarmglocken. Demnach soll Russland dort derzeit zwischen 75.000 und 100.000 Soldaten zusammengezogen haben.
Befürchtet wird, dass es zu einem Angriff seitens Russlands auf das Nachbarland kommen könnte. Seitdem drohen mehrere westliche Staaten Russland mit Konsequenzen und sagen eine angebliche Invasion des Staates gegen die Ukraine voraus.
Kreml-Sprecher Dmitri Peskow hat mehrmals in diesem Zusammenhang erklärt, Moskau habe keine aggressiven Pläne, und dem Westen vorgeworfen, Russland international zu „dämonisieren“. Das Land bewege seine Truppen innerhalb seines Staatsgebietes und nach eigenem Ermessen, so der Politiker.
Der russische Präsident, Wladimir Putin, hatte zuvor auf die gefährlichen Versuche der Nato-Staaten verwiesen, das ukrainische Territorium „aktiv“ zu erschließen und ihre militärischen Fähigkeiten auszubauen, was die Sicherheit Russlands gefährde.
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