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Söder, Reichelt, Woelki – „Heute-Show“ verleiht den „Goldenen Vollpfosten“

© AP Photo / Matthias SchraderCSU-Chef Markus Söder (Archivbild)
CSU-Chef Markus Söder (Archivbild) - SNA, 1920, 20.12.2021
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Bei ihrem traditionellen Jahresrückblick hat die „Heute-Show“ (ZDF) den Satirepreis „Goldener Vollpfosten“ verliehen. Unter den Preisträgern 2021 sind Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU), Ex-Chefredakteur der „Bild“ Julian Reichelt und die katholische Kirche.
Zum Jahresende regnet es bei der „Heute-Show“ traditionell Preise, genauer gesagt „Goldene Vollpfosten“. Auch 2021 können sich die mit dem Satirepreis ausgezeichneten Persönlichkeiten und Unternehmen durchaus sehen lassen. So zum Beispiel Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) wegen seiner Verdienste um den „historischen Absturz der Union im Wahljahr 2021“. Zwar sei dieser eine „Gemeinschaftsproduktion“ gewesen, doch Söder habe sich besonders hervorgetan, so Moderator Oliver Welke.
Laudatorin Valerie Niehaus führte aus: „Er ist ans Limit gegangen und hat täglich alles gegeben, um einen Sieg der Union zu verhindern.“ Er habe Unionskandidat Armin Laschet abgesägt, „weil er’s kann“. Kategorien wie Schuld, Verantwortung und eigene Fehler seien ihm fremd, weil sein Kopf zu voll sei mit der puren Begeisterung für sich selbst. „Wer braucht schon Fans, wenn er selbst sein größter Fan ist“, fragte Niehaus. Auch Söders Parteikollege Andreas Scheuer kann sich 2021 über einen „Goldenen Vollpfosten“ freuen – „für das Lebenswerk des schlimmsten Verkehrsministers auf diesem Planeten“. Weitere Politprominenz der Preisverleihung wurde in Person von den Ampel-Koalitionären Scholz, Habeck und Baerbock sowie Ungarns Staatschef Viktor Orban ausgezeichnet.
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„Das hat mir sehr oft geholfen“: Söder preist Merkels „Konfuzius-SMS“
Doch nicht nur mit Politik kann man sich den begehrten Preis sichern. So gab es auch für Julian Reichelt, den geschassten Chefredakteur der „Bild“, einen „Goldenen Vollpfosten“ mit der Begründung: „Macht offiziell Journalismus, will aber eigentlich Praktikantinnen kennenlernen.“
Auch die katholische Kirche bekam bei der Preisverleihung ihr Fett weg und wurde mit dem „Goldenen Vollpfosten in der Fegefeueredition“ geehrt. Hintergrund ist die aus Sicht der „Heute-Show“ beschämende Aufarbeitung des Themas Missbrauch, dabei vor allem das Verhalten von Kardinal Rainer Maria Woelki. Woelki habe viel bewegt, so Laudatorin Niehaus, „nämlich viele dazu, aufs Amt zu gehen und aus der Kirche auszutreten“.
Im Zusammenhang mit Corona wurde der Messengerdienst Telegram ausgezeichnet, den Niehaus als „digitale Heimat des Wahnsinns“ und „wichtigsten Bullshitmultiplikator unserer Tage“ bezeichnete. Und auch Deutschland hätte wegen seines Umgangs mit Corona-Fehlern einen „Goldenen Vollpfosten“ verdient, befand Gastgeber Welke.
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