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Omikron-Welle: Bund und Länder ziehen Kontaktbeschränkungen auch für Geimpfte in Erwägung

© AFP 2021 / Ina Fassbender 2G in Deutschland
2G in Deutschland  - SNA, 1920, 20.12.2021
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Im Kampf gegen die Ausbreitung der Omikron-Variante des Coronavirus wollen Bund und Länder nach Weihnachten Kontaktbeschränkungen auch den geimpften und genesenen Personen auferlegen. Dies hat der deutsche Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) bestätigt.
Man werde sich am Dienstag unter anderem mit den privaten Kontakten auch von Geimpften befassen, „und einzelne in dieser Richtung liegende zusätzliche Entscheidungen treffen“, sagte Scholz am Montag bei seinem Antrittsbesuch in Rom.
„Das Ergebnis wird sein, dass wir, glaube ich, ein konsensuales Vorgehen festlegen können. Das ist wichtig, gerade jetzt in dieser Zeit und in diesem Moment“, so der neu gewählte Kanzler.
Nach DPA-Informationen wurde die Vorlage mit Stand Montagvormittag vom Kanzleramt verschickt. Es handelt sich demnach aber nur um einen Zwischenstand. Über die Vorschläge sollen sich die Regierungschefs und -chefinnen der Länder erst am Dienstag mit Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) abstimmen.
Die Bund-Länder-Beratungen wurden am Wochenende angesichts der rasanten Ausbreitung der Omikron-Variante des Coronavirus kurzfristig angesetzt. Die Politik will mit neuen Maßnahmen auch auf einen eindringlichen Appell des neuen Corona-Expertenrats reagieren. Danach droht Deutschland durch Omikron eine „neue Dimension“ des Pandemiegeschehens.
Spritze (Symbolbild) - SNA, 1920, 09.11.2021
Vierte Corona-Welle in Deutschland: Mehrheit befürwortet weitere Beschränkungen für Ungeimpfte

Konkrete Vorschriften

Ab dem 28. Dezember sollten private Zusammenkünfte von Geimpften und Genesenen nur noch mit maximal zehn Personen erlaubt sein, wie aus einer der Deutschen Presse-Agentur (DPA) und mehreren Medien vorliegenden Beschlussvorlage zur Vorbereitung der Bund-Länder-Konferenz am Dienstag hervorgeht.
Insbesondere Silvesterfeiern mit einer großen Anzahl von Personen seien in der gegenwärtigen Lage nicht zu verantworten.
Die Obergrenze von zehn Personen soll laut vorläufigem Beschlussvorschlag für private Treffen im Innen- wie im Außenbereich gelten. Kinder bis 14 Jahre seien davon ausgenommen. Sobald eine ungeimpfte Person an einer Zusammenkunft teilnimmt, sollen wieder die Kontaktbeschränkungen für ungeimpfte Personen gelten: Das Treffen müsste dann auf den eigenen Haushalt und höchstens zwei Personen eines weiteren Haushaltes beschränkt werden.
Außerdem sollen alle Clubs und Diskotheken bundesweit schließen. Veranstaltungen in Innenräumen, aber auch im Freien sollen mit neuen Kapazitätsgrenzen belegt werden, die in dem Beschlussvorschlag aber noch nicht genannt werden.
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