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„Das sind nicht unsere Feinde“: Bouffier besorgt über Radikalisierung von Gegnern der Corona-Regeln

© AP Photo / Markus SchreiberMenschen protestieren gegen die Corona-Maßnahmen vor dem Schloss Bellevue in Berlin (Archivbild)
Menschen protestieren gegen die Corona-Maßnahmen vor dem Schloss Bellevue in Berlin (Archivbild) - SNA, 1920, 20.12.2021
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Der hessische Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) hat sich in einem Interview mit der Deutschen Presse-Agentur darüber besorgt gezeigt, dass sich Gegner staatlicher Maßnahmen zur Corona-Bekämpfung weiter radikalisieren könnten.
„Ja, die Sorge habe ich“, sagte Bouffier. Der Ministerpräsident bekommt nach eigenen Worten viel Post von Menschen, die ihn wegen seiner Corona-Politik beschimpften.
„Ich war ja lange Innenminister und bin mit Drohungen sehr vertraut“, sagte er. Er lebe seit 23 Jahren mit Personenschutz.
Natürlich machten ihn die Drohungen „nicht fröhlich“, aber sie änderten nichts an seinen Überzeugungen, betonte Bouffier.
Protest gegen Impfung - SNA, 1920, 18.12.2021
Hans: Radikalisierung von Impfgegnern ist inakzeptabel
„Diejenigen, die sich nicht impfen lassen, das sind nicht unsere Feinde – der Feind ist das Virus“, sagte er. Aber es gelte auch: „Wer sich nicht impfen lässt, trifft nicht nur eine private Entscheidung, sondern diese Entscheidung trifft viele andere Menschen.“

„Impfniveau muss höher werden“

Bouffier hält es für nötig, das Impfniveau zu erhöhen. „Ich kann nicht Millionen von Menschen ununterbrochen mit allen möglichen Vorschriften beschränken, weil andere sich nicht impfen lassen wollten.“
Wenn nicht insgesamt das Impfniveau höher werde, dann könne der Kampf gegen die Pandemie keinen Erfolg haben.
In mehreren Städten waren am Wochenende Menschen auf die Straßen gegangen, um gegen die Corona-Maßnahmen und die Impfkampagne zu protestieren. Dabei blieb es weitgehend friedlich.
Protestierende mit einem Plakat mit der Aufschrift Nein zur Corona-Diktatur während einer Demonstration gegen die Corona-Maßnahmen in Berlin (Archivbild)  - SNA, 1920, 15.12.2021
„Blutiger Widerstand" gegen Impfpflicht: Politiker erhalten Drohbriefe mit Fleischstücken
So waren am Sonntag in Nürnberg 12.000 „Querdenker“ durch die Stadt gezogen. Auch die AfD beteiligte sich an den Protesten. In Thüringen hatten etwa 2900 Menschen gegen Corona-Maßnahmen demonstriert. Weitere Demonstrationen gab es laut Medienberichten in Erfurt, Friedrichroda, Jena, Bad Langensalza, Mühlhausen, Greußen, Schleusingen, Bad Liebenstein und Wandersleben.
Zuvor hatte sich Politiker, Polizei und Verfassungsschützer besorgt gezeigt über eine Radikalisierung insbesondere unter ohnehin schon extremistischen Protestierenden.
Nach Einschätzung von Experten mischen bei den Protesten rechtsextreme Gruppen mit, die seit Jahren auch gegen Migration und staatliche Strukturen mobilisieren. Bei solchen Protesten waren in den vergangenen Wochen wiederholt auch Journalisten beschimpft und attackiert worden.
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