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Lauterbach schließt Lockdown vor Weihnachten aus – warnt aber vor „fünfter Welle“ wegen Omikron

© REUTERS / HANNIBAL HANSCHKEDeutschlands neuer Gesundheitsminister Karl Lauterbach spricht während der Zeremonie der Machtübergabe an die neue Bundesregierung in Berlin, den 8. Dezember 2021.
Deutschlands neuer Gesundheitsminister Karl Lauterbach spricht  während der Zeremonie der Machtübergabe an die neue Bundesregierung in Berlin, den 8. Dezember 2021. - SNA, 1920, 19.12.2021
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Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) hat sich gegen einen Lockdown vor Weihnachten in Deutschland wie in den Niederlanden ausgesprochen. Zugleich zeigte er sich wegen der neuen ansteckenderen Omikron-Variante des Coronavirus besorgt und verwies auf die Notwendigkeit, sich gegen „die fünfte Welle“ zu wappnen.
Mit Blick auf den in den Niederlanden am Sonntag in Kraft getretenen harten Lockdown, im Rahmen dessen fast alle Geschäfte, Kultur- und Sporteinrichtungen, Schulen und Friseure geschlossen bleiben sollen, lehnte Lauterbach einen ähnlichen Schritt in Deutschland vorerst ab.
„Nein, einen Lockdown wie in den Niederlanden vor Weihnachten, den werden wir hier nicht haben“, sagte der SPD-Politiker am Sonntag dem „Bericht aus Berlin“ der ARD.
Im „Bild“-Talk „Die richtigen Fragen“ bestätigte Lauterbach, dass er einen harten Lockdown vor Weihnachten ausschließen würde. Dem „Bild“-Bericht zufolge hält der neue Gesundheitsminister auch mit Blick auf die Omikron-Variante einen harten Lockdown für unwahrscheinlich.

„Wir werden eine fünfte Welle bekommen“

„Aber tatsächlich ist es so: Wir werden eine fünfte Welle bekommen“, sagte Lauterbach in der ARD und verwies auf eine überschrittene „kritische Zahl“ von Omikron-Infizierten. Somit lasse sich diese Welle nicht mehr komplett aufhalten, so Lauterbach, „und der müssen wir begegnen.“
Des Weiteren erklärte der SPD-Politiker:
„Eine ganz zentrale Botschaft ist die, dass wir mit einer Booster-Kampagne tatsächlich diejenigen schützen können, die sonst besonders gefährdet wären.“
Der Minister kündigte an, Ergebnisse des neuen Expertenrats der Bundesregierung werde es noch am Sonntag geben, es handle sich um „sehr relevante“ Empfehlungen. „Auf der Grundlage wird dann diskutiert“, sagte der Minister.
Auf die Frage, wann Deutschland von Omikron mit voller Wucht getroffen werde, erwiderte er:
„Das fängt an wirklich bedenklich zu werden, schwieriger zu werden wahrscheinlich Anfang Januar. Dann haben wir hohe Fallzahlen.“
Darauf müsse die Bevölkerung vorbereitet werden, denn, selbst wenn diese Variante „gar nicht so sterblich“ sei, wenn man gar nicht so schnell daran sterbe – „insbesondere wenn man schon geimpft ist“, – dann sei es aber trotzdem so, dass die sehr hohen Fallzahlen zu vielen schweren Fällen führten.

Flächendeckende Arbeitsausfälle nicht ausgeschlossen

Mit Blick auf die ansteckendere Omikron-Variante und mögliche flächendeckende Arbeitsausfälle im ganzen Land und bei Berufsgruppen wie Polizisten und Feuerwehrleuten, sagte der Minister:
„Wir prüfen tatsächlich, wie wir die sogenannte kritische Infrastruktur schützen können, wenn es zu einer solchen Entwicklung käme. Ich hoffe, dass das nicht der Fall sein wird. Wir tun alles, was wir können, um dies zu verhindern, aber wir müssen vorbereitet sein.“
Daran arbeite er zusammen, mit dem Leiter des Krisenstabs, Generalmajor Carsten Breuer. Es gebe vorbereitete Krisenpläne vom Robert Koch-Institut, vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe, vom Bundesinnenministerium und vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik, die derzeit zusammengetragen würden.
Corona-Pandemie (Symbolbild)  - SNA, 1920, 19.12.2021
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