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Eklat in Duisburg: Drittliga-Spiel wegen Rassismusvorfall abgebrochen – DFB ermittelt

© CC0 / Civista / Wikimedia CommonsZentrale des DFB in Frankfurt am Main (Archivbild)
Zentrale des DFB in Frankfurt am Main (Archivbild) - SNA, 1920, 19.12.2021
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Die Partie der 3. Fußball-Liga zwischen dem MSV Duisburg und dem VfL Osnabrück ist wegen eines rassistischen Vorfalls abgebrochen worden.
Schiedsrichter Nicolas Winter hatte das Spiel am Sonntagnachmittag zunächst unterbrochen, nachdem der VfL-Profi Aaron Opoku von den Zuschauerrängen beleidigt worden war. „Es gab einen Eckstoß für den VfL Osnabrück, und als der ausführende Spieler zum Eckstoß laufen wollte, wurden Affenlaute von der Tribüne gerufen. Das hat er (Opoku – Anm. d. Red.) sofort wahrgenommen und auch der Assistent. Beide haben mir den Vorgang geschildert.“ Das sei etwas, „wo wir sehr sensibel sind und auch direkt reagieren“, so Winter weiter. „Ich habe versucht, mich direkt um ihn zu kümmern und habe gesehen, wie schockiert er war.“ Nach Beratungen im Kabinentrakt wurde das Spiel gänzlich abgebrochen.
„Wir dürfen das im Fußball und in der Gesellschaft nicht akzeptieren“, sagte VfL-Geschäftsführer Michael Welling bei Magenta TV.
„Es kann nicht sein, dass wir immer nur Parolen formulieren, dass wir Sprüche auf T-Shirts kleben. Wir müssen reagieren, wenn so etwas passiert“, so Welling.
„Wir müssen auch dankbar sein, für viele Fans des MSV, die so reagiert haben, wie sie reagiert haben. Der MSV hat durch seine Fans den Täter oder die Täterin identifiziert“, sagte er weiter.

DFB nimmt Ermittlungen auf

Der Kontrollausschuss des Deutschen Fußball-Bundes wird nach dem abgebrochenen Drittligaspiel nach eigenen Angaben die Ermittlungen aufnehmen. Über die Wertung der Partie werde zu einem späteren Zeitpunkt das DFB-Sportgericht befinden, hieß es in einer Mitteilung vom Sonntagabend.
DFB-Vizepräsident Rainer Koch verurteilte jegliche Form von Rassismus und forderte eine Bestrafung der Verantwortlichen.
„Nur so lässt sich diesen Unverbesserlichen das Handwerk legen. Der oder die Täter müssen umfänglich zur Rechenschaft gezogen werden“, sagte Koch.
Koch betonte, der gesamte deutsche Fußball habe seit langem eine klare und kompromisslose Haltung gegen jede Form von Rassismus. Rassisten hätten in deutschen Fußball-Stadien nichts verloren. „Ich bin froh, dass der Schiedsrichter, die Verantwortlichen beider Vereine und die überragende Mehrheit der Zuschauer im Stadion dies unmissverständlich zum Ausdruck gebracht haben“, unterstrich Koch.
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