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Chef der VTB-Bank: Kommen auch ohne SWIFT klar – Abkopplung Russlands aber „unwahrscheinlich“

© CC0 / AhmadArdity / PixabayKreditkarte (Symbolbild)
Kreditkarte (Symbolbild) - SNA, 1920, 19.12.2021
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Der Chef der russischen VTB Bank, Andrej Kostin, hat sich in Bezug auf eine mögliche Abschaltung Russlands vom internationalen SWIFT-Zahlungssystem skeptisch gezeigt. Es ist ihm zufolge eher unwahrscheinlich, dass es zu diesem „unfreundlichen“ und „ernsten“ Schritt tatsächlich kommen könnte.
Das russische Finanzsystem kann dem Leiter der zweitgrößten Bank Russlands zufolge einen vom Westen wegen des Ukraine-Konflikts angedrohten Ausschluss vom internationalen Zahlungssystem Swift wegstecken.
„Natürlich werden wir überleben“, sagte Kostin am Sonntag dem staatlichen Fernsehsender Rossija 1 und fügte hinzu:
„Es wäre eine sehr ernste Maßnahme. ,Unfreundlich‘ wäre noch zu milde ausgedrückt.“
Er halte einen solchen Schritt aber für unwahrscheinlich. Zuvor hatte bereits der Chef des größten russischen Geldhauses Sberbank, German Gref, Berichte als „Unsinn“ zurückgewiesen, wonach neue US-Sanktionen sich auf Moskaus Fähigkeit auswirken könnten, Rubel in Dollar und andere Währungen umzutauschen.
Die USA und ihre westlichen Verbündeten haben Moskau vor ernsten wirtschaftlichen Folgen gewarnt, sollte Russland die Ukraine angreifen. Im Raum steht dabei auch, Russland von Swift abzuschneiden, das für den globalen Geldfluss sehr wichtig ist. Russland hat aber sein eigenes Bankinformationssystem eingerichtet, bekannt als SPFS (Financial messaging system of the Bank of Russia).
Kiew hatte die Europäische Union (EU) Ende April dazu aufgerufen, die Möglichkeit einer Abschaltung Russlands von SWIFT im Rahmen des Pakets neuer Wirtschaftssanktionen gegen Moskau zu erwägen.
Sitzungssaal des EU-Parlaments - SNA, 1920, 29.04.2021
Russland vom SWIFT-System abkoppeln: EU-Plan bei „Invasion in Ukraine“
Am SWIFT-System sind mehr als 11.000 größere Organisationen in nahezu allen Ländern der Welt beteiligt. In der Presse tauchen immer wieder Berichte über eine mögliche Abschaltung Russlands von diesem System als eine schärfere Sanktion des Westens auf.

Kuleba hält SWIFT-Abschaltung Russlands für „großartig“

Am Freitag hat der ukrainische Außenminister, Dmitri Kuleba, in einem Interview mit der Zeitung „The Washington Post“ den Westen aufgerufen, klare Kante gegenüber Russland zu zeigen und konkrete Maßnahmen einzuleiten, sollte Russland die Ukraine militärisch angreifen.
Dabei machte er deutlich, dass die fehlenden Details „in Washington, London und Brüssel“ über weitere mögliche Schritte als Reaktion auf eine „mögliche russische Invasion“ bei russischen Beamten in Bezug auf „die Ernsthaftigkeit des westlichen Versprechens“ Zweifel aufkommen lassen könnten.
Kuleba verwies unter anderem darauf, dass ukrainische Beamte ihre westlichen Verbündeten dazu aufriefen, ein Sanktionspaket anzupassen, das Moskau vom internationalen SWIFT-Banküberweisungssystem abschneiden würde – dies wäre „ein schwerer Schlag für Unternehmen und wohlhabende Russen, einschließlich Oligarchen mit Verbindungen zum Kreml“, so der ukrainische Politiker.
„Aus inoffiziellen Gesprächen weiß ich, dass sie (westliche Länder – Anm. d. Red.) über eine nukleare Option in Form einer Abkopplung Russlands von SWIFT diskutieren. Das wäre großartig“, sagte der Außenminister.
Zudem hat Kuleba die USA und Großbritannien aufgefordert, „unabhängig zu handeln“, sollte die EU „weniger strenge Maßnahmen“ gegen Moskau vorschlagen.
Russische Truppenbewegungen an der Grenze zur Ukraine lösen im Westen angeblich große Besorgnisse aus. US-Präsident Joe Biden hat seinen russischen Amtsollegen, Wladimir Putin, vor einer militärischen Eskalation der Ukraine-Krise gewarnt. Die Regierung in Moskau weist hingegen die Invasionspläne zurück und fordert eine Zusicherung des Westens, militärische Aktivitäten in der Ukraine und Osteuropa aufzugeben und auf eine Erweiterung der Nato nach Osten zu verzichten. Die Nato soll demnach ihre Truppen auf die Positionen von 1997 zurückziehen.
Christine Lambrecht, Bundesministerin der Verteidigung im Kabinett Scholz (Archiv) - SNA, 1920, 19.12.2021
Lambrecht in Litauen: Nato darf sich von Russland keine Verhaltensweisen vorschreiben lassen
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