Registrierung erfolgreich abgeschlossen!
Klicken Sie bitte den Link aus der E-Mail, die an geschickt wurde

Kiew fordert von Berlin mehr Militärhilfen und Stopp von Nord Stream 2

CC0 / / Ukrainische Flagge
Ukrainische Flagge  - SNA, 1920, 18.12.2021
Abonnieren
Bei einem Treffen mit dem Staatssekretär des Auswärtigen Amtes, Tobias Lindner, hat der stellvertretende Leiter des ukrainischen Präsidialamtes, Roman Masсhovets, Berlin um weitere Militärhilfen gebeten und einen Stopp der Ostsee-Pipeline „Nord Stream 2“ als ein klares Signal gegen die vermeintliche russische Aggression gefordert.
Laut einer Mitteilung des Präsidialamtes wurden bei dem Treffen am Freitag die Lage um die Ukraine sowie ausgewählte Themen der bilateralen Sicherheitskooperation besprochen. Dabei brachte Masсhovets den Wunsch der Regierung in Kiew zum Ausdruck, dass Deutschland ihre Hilfen zur Verstärkung der Verteidigungskapazitäten der Ukraine erhöhe, die Kiew als eine wichtige Abschreckung gegen Russland ansehe, und keine künstlichen Einschränkungen in dieser Frage mehr schaffe.
Andrej Melnyk (Archivbild) - SNA, 1920, 12.12.2021
Keine Militärhilfe: Ukrainischer Botschafter enttäuscht von Deutschlands „Pseudo-Pazifismus“
Masсhovets forderte Deutschland zudem auf, „Maßnahmen zu ergreifen, um die Staaten der EU, der Nato und die gesamte westliche Gemeinschaft zu konsolidieren“ und Russland gemeinsam unter vorsorglichem Sanktionsdruck zu setzten, um seine „weiteren aggressiven Aktionen“ zu verhindern.
„Es wurde darauf hingewiesen, wie wichtig es ist, das Projekt Nord Stream 2 zu stoppen, was ein klares Signal für die Entschlossenheit Deutschlands und anderer europäischer Länder wäre, sich der russischen Aggression zu widersetzen", heißt es in der Mitteilung.
Lindner seinerseits betonte, dass Deutschland bereit sei, die Ukraine entschlossen zu unterstützen, wobei sich Berlin für eine Politik des Dialogs und für eine politische und diplomatische Lösung der Situation einsetze.
Sprecherin des russischen Außenministeriums Maria Sacharowa (Archivfoto) - SNA, 1920, 15.12.2021
Nato-Staaten stocken Waffenlieferungen an Ukraine auf – Russische Außenamtssprecherin

Nord Stream 2

Die Ostsee-Pipeline von Russland nach Deutschland wurde vor Wochen fertiggestellt. Über die Betriebserlaubnis entscheidet die Bundesnetzagentur. Die Pipeline wird seit langem von den USA, aber auch von einigen EU-Ländern scharf kritisiert. Sie befürchten eine zu große Abhängigkeit von Russland bei der Energieversorgung. Moskau betonte bereits mehrmals, dass Nord Stream 2 ein kommerzielles Projekt darstelle, das sowohl für Russland als auch für die EU Vorteile habe und nicht politisiert werden sollte.
 Logistikzentrum von Nord Stream 2 im Hafen Mukran  - SNA, 1920, 07.12.2021
Im Fall russischer „Aggression“ gegen Ukraine: USA und Deutschland stoppen Nord Stream 2 – Insider

Ukraine-Krise

In der letzten Zeit berichten westliche Medien verstärkt über eine „russische Invasion“ in die Ukraine. Kiew gab zunächst an, keinen Truppenaufbau in der Nähe der ukrainischen Grenzen zu registrieren. Etwas später schlossen sich die ukrainischen Behörden aber den Berichten aus den US-amerikanischen Geheimdiensten an, wonach Moskau angeblich Pläne hat, das Nachbarland Anfang 2022 anzugreifen.
Anders Fogh Rasmussen auf einem Treffen im Nato-Hauptquartier in Brüssel (Archivbild) - SNA, 1920, 07.12.2021
Ex-Nato-Chef: USA wissen „konkrete Pläne“ Russlands – aber unsicher, ob es tatsächlich angreift
Russland hatte diese Vorwürfe wiederholt zurückgewiesen und betont, dass sie hauptsächlich als Vorwand dienen würden, um mehr Streitkräfte und Ausrüstung der Nato an die Grenzen des Landes zu bringen. Der Kreml-Sprecher Dmitri Peskow erklärte, dass Russland keine aggressiven Pläne hegt und niemanden angreifen werde. Es würde aber seine Truppen innerhalb des eigenen Territoriums und nach eigenem Erachten verlegen. Dies bedroht ihm zufolge niemanden und sollte niemanden beunruhigen. Trotzdem drohen die führenden westlichen Politiker, darunter auch die Chefs der Nato und der EU-Kommission, Russland mit Sanktionen und anderen Konsequenzen.
Newsticker
0
Neueste obenÄlteste oben
loader
Live
Заголовок открываемого материала
Um an der Diskussion teilzunehmen,
loggen Sie sich ein oder registrieren Sie sich
loader
Chats
Заголовок открываемого материала