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WHO: Kein Problem bei Erst- und Zweitimpfung mit zwei Impfstoffen

© REUTERS / THILO SCHMUELGENTeil eines Schirms mit Corona-Regeln auf dem Weihnachtsmarkt in Köln
Teil eines Schirms mit Corona-Regeln auf dem Weihnachtsmarkt in Köln - SNA, 1920, 17.12.2021
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Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) sieht kein Problem darin, Patienten bei der Erst- und Zweitimpfung gegen Covid-19 unterschiedliche Impfstoffe zu verabreichen. Über Vor- und Nachteile einer Auffrischimpfung mit einem unterschiedlichen Präparat als in der Grundimpfung liegen jedoch nach Angaben der WHO noch nicht genügend Studien vor.
Die Weltgesundheitsorganisation unterscheidet bei ihrer Empfehlung danach, welcher der drei Impfstofftypen bei der ersten Impfung benutzt wurde: ein mRNA-Impfstoff wie der von Biontech/Pfizer oder Moderna, ein Vektorimpfstoff wie der von Astrazeneca oder Johnson & Johnson, oder ein inaktiver Impfstoff wie der der chinesischen Hersteller Sinovac und Sinopharm. Letztere haben eine Notfallzulassung der WHO, sind aber in der Europäischen Union nicht zugelassen.

Vektor- und mRNA-Impfstoffe beliebig kombinierbar

Länder, die bei der ersten Impfdosis mRNA-Impfstoffe verwendet haben, könnten bei Folgeimpfungen Vektor-Impfstoffe in Betracht ziehen, empfiehlt der unabhängige Impfrat der WHO (Sage). Länder, die zunächst Vektorimpfstoffe verabreicht haben, könnten anschließend mit mRNA-Mitteln impfen. Länder, die zuerst inaktive Impfstoffe verabreicht haben, könnten Vektor- oder mRNA-Impfstoffe einsetzen.
Impfstoff des US-Herstellers Moderna - SNA, 1920, 17.12.2021
Zwei Moderna-Impfdosen schützen nur eingeschränkt vor Omikron

WHO lehnt Booster für alle bislang ab

Generell lehnt die WHO bislang Auffrischimpfungen (Booster) ab, weil vorhandene Impfstoffe ihrer Meinung nach zuerst in ärmere Länder gehen sollten, bevor in reichen Ländern dritte Impfungen vorgenommen werden. „Weitreichende Auffrischimpfungen bergen das Risiko von Versorgungsengpässen im Rest der Welt“, sagte der Sage-Vorsitzende Alejandro Cravioto vergangene Woche.
Cravioto betonte auch, dass bei Erst- und Zweitimpfung der Einsatz des gleichen Impfstoffs immer noch am sinnvollsten sei. Die Kombination unterschiedlicher Impfstoffe sei dann relevant, wenn nicht genügend Material desselben Herstellers zur Verfügung stehe.
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