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Umfrage: Deutsche unentschlossen über neue Regierung – trauen Lauterbach am meisten Kompetenz zu

© REUTERS / MICHELE TANTUSSIVersammlung des Bundestages
Versammlung des Bundestages - SNA, 1920, 17.12.2021
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Die Deutschen sind sich uneinig in der Einschätzung der neuen Bundesregierung. Dies geht aus den am Freitag veröffentlichten Umfrageergebnissen des Meinungsforschungsinstituts YouGov zur Wahlabsicht der Deutschen im Dezember 2021 und zur neuen Bundesregierung hervor.
Das Meinungsforschungsinstitut befragte diese Woche 2.074 Wahlberechtigte. 1.715 der Befragten gaben ihre Wahlabsicht an. Deutliche Unterschiede sind zwischen verschiedenen sozialen Gruppen sichtbar, zum Beispiel in Abhängigkeit von Alter, Geschlecht oder Parteizugehörigkeit.

Einschätzung der Bundesregierung

37 Prozent der Befragten gaben an, einen guten oder eher guten ersten Eindruck von der Bundesregierung zu haben. 24 Prozent sehen die Regierung eher kritisch. 32 Prozent antworteten mit „teils/teils“.
Es sind keine deutlichen Unterschiede zwischen den verschiedenen Altersgruppen sichtbar.
31 Prozent der Männer und nur 22 Prozent der Frauen haben einen guten ersten Eindruck von der Bundesregierung.
Die AfD-Wählerschaft (vier Prozent haben einen guten Eindruck) steht der neuen Regierung am kritischsten gegenüber, dicht gefolgt von den CDU-Wählern (fünf Prozent haben einen guten Eindruck).
36 Prozent der Befragten sind zuversichtlich, dass die Ampelkoalition die Herausforderungen der Zukunft gut meistern wird. 31 Prozent widersprachen dem.
Geld (Archiv) - SNA, 1920, 14.12.2021
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Einschätzung der Minister

Das Meinungsforschungsinstitut sammelte zuzüglich Daten zur Popularität der neuen Bundesminister.
Der Bundeskanzler Olaf Scholz wurde von 49 Prozent der Befragten als kompetent eingeschätzt, 22 Prozent stimmten dieser Aussage nicht zu.
Am besten wurde der Bundesminister für Gesundheit, Karl Lauterbach, bewertet. Ihn halten 58 Prozent der Befragten für kompetent, 21 Prozent stimmten dem nicht zu.
Den zweiten Platz belegte in dem Ranking der Bundesminister der Finanzen, Christian Lindner, mit 43 Prozent Zustimmung.
Bundesminister für Arbeit und Soziales, Hubertus Heil (42 Prozent), Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft, Cem Özdemir (41 Prozent) und Bundesminister für Wirtschaft und Klimaschutz, Robert Habeck (41 Prozent) stuft fast die Hälfte der Deutschen als kompetent ein.
Bundesaußenministerin Annalena Baerbock landete in dem Ranking auf Platz sechs und erhielt von nur 24 Prozent der Befragten Unterstützung. Weniger populär sind laut Umfrage der Bundesminister für Digitales und Verkehr, Volker Wissing (22 Prozent,) und der Chef des Bundeskanzleramtes und Bundesminister für besondere Aufgaben, Wolfgang Schmidt (22 Prozent).
Zwischen 15 und 20 Prozent der Befragten schätzten folgende Minister als kompetent ein:
Anne Spiegel (Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend), Marco Buschmann (Bundesminister der Justiz), Svenja Schulze (Bundesministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung), Steffi Lemke (Bundesministerin für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz), Nancy Faeser (Bundesministerin des Innern und für Heimat), Christine Lambrecht (Bundesministerin der Verteidigung) und Bettina Stark-Watzinger (Bundesministerin für Bildung und Forschung). Den letzten Platz belegte Klara Geywitz, Bundesministerin für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen, die lediglich 14 Prozent der Umfrageteilnehmer als kompetent einschätzten.

Wahlabsicht der Deutschen im Dezember 2021

Wenn am kommenden Sonntag Bundestagswahl wäre, würden 73 Prozent der Deutschen an der Wahl teilnehmen.
Die Datenerhebung ergab, dass die SPD am meisten Unterstützung erfahren würde – 27 Prozent der Befragten würden die Partei wählen. CDU und CSU bleiben gemeinsam bei 23 Prozent, die Grünen bei 16 Prozent. Die AfD belegte mit elf Prozent den vierten Platz. Die FDP (zehn Prozent) und Linke (sechs Prozent) erhielten weniger Unterstützung als andere Parteien.
Abhängig vom Alter der Wahlberechtigten lässt sich eine gewisse Tendenz nachweisen. So erhielt die SPD vor allem Unterstützung von den über 70-jährigen Wahlberechtigten (36 Prozent).
Der junge Bevölkerungsanteil (18 bis 29-Jährige) stimmte in erster Linie für die SPD (21 Prozent) und die Grünen (20 Prozent). Die Grünen erhielten höhere Wahlergebnisse unter den jüngeren Befragten, genauso die AfD. Das Alter der Befragten beeinflusste am meisten die Umfrageergebnisse der FDP – 20 Prozent bei den 18 bis 29-Jährigen, sieben Prozent bei den 60 bis 69-Jährigen und sechs Prozent bei den über 70-jährigen Befragten.
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Prioritäten der Deutschen

Die Umfrageteilnehmer machten Angaben zu ihren drei priorisierten Themen.
Als wichtigstes Thema in Deutschland gaben ganze 34 Prozent der Befragten Umwelt- und Klimaschutz an, dicht gefolgt von Altersvorsorge (33 Prozent). Die Gesundheitsversorgung landete mit 30 Prozent auf Platz drei, gefolgt von Wohnen und Miete (28 Prozent), Einwanderung und Asylpolitik (25 Prozent). Der Klimaschutz wird gleichermaßen durch Personen verschieden Alters priorisiert.
Vor allem Personen über 40 lenkten ihren Fokus auf die Themen Gesundheitsversorgung und Asylpolitik. Die Arm-Reich-Schere bewegt vor allem die ältere Bevölkerung. Themen wie Bildung, Kinderbetreuung, Verkehr und Mobilität beschäftigten eher junge Leute.
In einer diese Woche veröffentlichten Umfrage des Forschungs- und Beratungsinstituts Forsa hatten viele Ihre Skepsis gegenüber dem neuen Ministerkabinett geäußert. Fast ausschließlich männliche Kabinettsmitglieder schnitten gut ab. Eine Umfrage von Infratest dimap für die ARD hatte letzte Woche ergeben, dass 29 Prozent der Deutschen sich sicher sind, dass Olaf Scholz seinen Verpflichtungen als Bundeskanzler nicht gerecht werde.
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