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Russischer Diplomat warnt Europa vor Hunderttausenden afghanischen Flüchtlingen schon diesen Winter

© SNA / Said Sakeria  / Zur BilddatenbankEin Junge in Kabul
Ein Junge in Kabul - SNA, 1920, 17.12.2021
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Der russische Afghanistan-Gesandte Samir Kabulow hat die internationale Gemeinschaft vor einer massiven Flucht der Afghanen nach Europa noch in diesem Winter gewarnt, falls die wirtschaftliche und humanitäre Krise in Afghanistan, die das Land nach der Machtergreifung durch die radikal-islamistischen Taliban* erleidet, nicht überwunden wird.
Kabulow rief zur Freistellung des von westlichen Institutionen eingefrorenen afghanischen Vermögens auf.
„Der Westen hat Angst vor Migrationsfluten. Wir sagen ihnen, dass wegen der Hindernisse, die sie selber erdacht haben, wenn sogar die Strukturen der Vereinten Nationen keine Zahlungen entrichten können, können sie sich in einer Situation wiederfinden, dass etwa ein Neuntel der 23 Millionen starken Bevölkerung Afghanistans diesen Winter nach Europa läuft“, sagte Kabulow am Freitag in einem Interview.
Nachdem die Taliban Kabul eingenommen hatten, froren westliche Banken auf Anweisung der USA ausländische Vermögenswerte Afghanistans ein, und das Land wurde auch vom SWIFT-Zahlungssystem getrennt.
„Lasst uns afghanisches Geld freistellen. Wir müssen alles tun, damit Hunderttausende Familien das Land nicht verlassen müssen – wir müssen ihnen helfen, damit sie nicht versuchen, über alle Grenzen, wo sie beraubt werden, nach Europa durchzubrechen, weil sie sowieso durchbrechen werden“, sagte der Diplomat.
Lage in Afghanistan, August 2021  - SNA, 1920, 15.12.2021
Schlimmste Krisenregionen der Welt: Afghanistan vor Äthiopien und Jemen
Anfang August hatten die Taliban vor dem Hintergrund des internationalen Truppenabzugs aus Afghanistan eine großangelegte Offensive gegen die Regierungstruppen gestartet, alle afghanischen Großstädte und Grenzübergänge unter ihre Kontrolle gebracht und das Ende des 20 Jahre langen Krieges verkündet.
Am 31. August haben die USA ihren Afghanistan-Einsatz nach knapp 20 Jahren beendet. Am 6. September erklärten die Taliban auch Pandschir, die letzte der insgesamt 34 Provinzen, die noch Widerstand leistete, für erobert. Kurz danach proklamierten die Taliban die Übergangsregierung. Zum amtierenden Regierungschef wurde Mullah Hassan Achund bestimmt - er war Außenminister während der ersten Talibanherrschaft von 1996 bis 2001 und befindet sich unter Sanktionen der Vereinten Nationen.
*Die Organisation ist wegen Terror-Aktivitäten mit UN-Sanktionen belegt
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